Nach fünf Jahren vorbildlicher humanitärer Hilfe für verletzte und geflüchtete Syrer im Grenzgebiet auf dem Golan hat die israelische Armee ihr dortiges Hilfsprogramm nun beendet. Grund dafür sei die Rückkehr syrischer Regierungstruppen in die Region, teilte die Armee am 13. September 2018 mit.

Israelische Armeeangehörige haben syrischen Verwundeten jeder Altersgruppe geholfen. Foto: IDF

Seit dem Jahr 2013 hat Israel Syrern im vom Bürgerkrieg geplagten Nachbarland geholfen. 2016 rief die Armee das Programm „Gute Nachbarschaft“ ins Leben. In dessen Rahmen wurden nicht nur Syrer behandelt, die im Krieg verletzt wurden, sondern auch kranke Menschen. Insgesamt erhielten in den vergangenen fünf Jahren fast 5.000 syrische Bürger in israelischen Krankenhäusern medizinische Hilfe. Unter ihnen waren etwa 1.300 Kinder. Weitere 7.000 Syrer wurden direkt an der Grenze behandelt – in Feldkliniken der Armee.

Gemeinsam mit einigen Nichtregierungsorganisationen versorgte die Armee zudem geflüchtete Syrer im Grenzgebiet mit humanitären Gütern wie Lebensmittel, Kleidung und Zelten.

Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ unter Berufung auf Armeeangaben berichtet, wurden seit 2013 rund 1.700 Tonnen Lebensmittel nach Syrien geliefert. Des weiteren gingen an das Nachbarland 1,1 Millionen Liter Kraftstoff, 26.000 Sets mit medizinischer Ausrüstung, 20 Generatoren, 40 Fahrzeuge, 630 Zelte, 350 Tonnen Kleidung, 49.000 Packungen Babynahrung sowie 8.200 Packungen Windeln.  (Israelnetz)

 

 

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