Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat im zu Ende gehenden Jahr 17 Resolutionen gegen Israel verabschiedet.

Beim Treffen von Israels Staatspräsident Rivlin mit der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Kelly Craft (links), und dem israelischen Botschafter bei der UNO, Gilad Erdan (rechts), am 23. Dezember 2020 in Jerusalem. Foto: GPO/Kobi Gideon

 

Von den sechs weiteren UN-Beschlüssen kritisierte je einer Nordkorea, Iran, Syrien und Myanmar, zwei befassten sich mit der Krim. Darauf hat die Organisation „UN Watch“ hingewiesen. Deren Direktor Hillel Neuer bezeichnete es als „absurd“, dass sich über 70 Prozent der Resolutionen gegen Israel gerichtet haben: „Das Ziel der einseitigen Verurteilungen ist es, den jüdischen Staat zu dämonisieren.“

In der Vergangenheit hatten sich die USA oftmals für die Interessen Israels bei den Vereinten Nationen eingesetzt. Am 23. Dezember 2020 empfing der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin die US-amerikanische Botschafterin bei der UNO, Kelly Craft, und dankte ihr für ihre Unterstützung Israels bei den Vereinten Nationen: „Unsere Freundschaft ist in den Werten der Demokratie und Freiheit verwurzelt. Es ist eine große Freude, Sie wieder einmal in Israel zu haben. Sie sind ein großartiger Freund, der die Stärke der israelisch-amerikanischen Beziehungen genau widerspiegelt, und Sie bei den Vereinten Nationen zu haben, gibt uns viel Hoffnung, dass wir jede Herausforderung, der wir gegenüberstehen, überwinden können.“

„Kampf gegen die Heuchelei in der UNO“

Botschafterin Craft sagte, dass es für die USA keinen besseren Freund gebe als Israel. „Danke, dass ich heute hier sein darf. Was für eine besondere Zeit, im Heiligen Land zu sein. Wir haben so viel Hoffnung auf Frieden und Normalisierung, und der Schwung, der hier im Jahr 2020 sein wird, ist wirklich aufregend.“

An dem Treffen nahm auch der israelische Botschafter bei der UNO, Gilad Erdan, teil und dankte seiner Amtskollegin ebenfalls: „Im Namen des Staates Israel möchte ich Ihnen, Kelly, dafür danken, dass Sie Israel in einer Institution verteidigen, die uns systematisch diskriminiert. Sie sind ein wahrer Verbündeter im Kampf gegen die Heuchelei in der UNO und gegen die Bedrohung durch den Iran, und Sie haben sich uns beim Aufbau einer besseren Zukunft im Nahen Osten dank der Abraham-Vereinbarungen angeschlossen.“

Scharfe Kritik am UNO-Menschenrechtsrat

Am 14. Dezember 2020 hatte Botschafterin Craft scharfe Kritik am UNO-Menschenrechtsrat geübt. Er bestehe teils aus Mitgliedern, zu deren Zurechtweisung er existiere. Als Beispiele nannte sie Syrien, China und Venezuela. Zudem verurteilte Craft eine „unerhörte Anti-Israel-Haltung“ und führte den Tagesordnungspunkt 7 des Rats an. Dieser verpflichtet die Mitgliedstaaten, in jeder Sitzung angebliche Menschenrechtsverstöße Israels zu thematisieren. Craft sagte: „Er fördert weder den Dialog, noch Menschenrechte oder den Frieden. Und er gehört abgeschafft.“ (Israel MFA/Israelnetz/Redaktion)