Die USA schließen ihr Konsulat in Jerusalem, das bislang Anlaufstelle für Palästinenser war. Die Einrichtung werde durch eine Abteilung für palästinensische Angelegenheiten in der neuen Jerusalemer Botschaft ersetzt, teilte US-Außenminister Mike Pompeo am 18. Oktober 2018 in Washington mit. Die Dienstleistungen für die Palästinenser sollen voll aufrecht erhalten bleiben.

US-Außenminister Pompeo (links) und Israels Premierminister Netanjahu am 29. April 2018 im israelischen Verteidigungsministerium in Tel Aviv.(Foto: GPO/Haim Zach)

 

Zur Begründung hieß es, die USA wollten die Effizienz ihrer Operationen im Ausland steigern. Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, kritisierte die Entscheidung scharf. Er warf den USA vor, zusammen mit Israel an einem „Groß-Israel“ zu arbeiten.

Australischer Premier denkt über Botschaftsverlegung nach

Der australische Premierminister Scott Morrison „ist offen“ für eine Botschaftsverlegung von Tel Aviv nach Jerusalem. Am 16. Oktober 2018 sagte der auf seine Religion angesprochene evangelikale Christ, diese „sensible“ Überlegung habe nichts mit seinem Glauben zu tun. Als einen Grund nannte er den Status quo der israelisch-palästinensischen Beziehungen, in dem es keinen Fortschritt gebe. Er will tabuisierte Fragen im Konflikt wie nach der Hauptstadt angehen: „Wir sind der Zwei-Staaten-Lösung verpflichtet, aber ehrlich gesagt, läuft es nicht gut.“ Man könne nicht immer dasselbe tun, aber andere Resultate erwarten. (Israelnetz)

 

 

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