Dina, mit ihren 70 Jahren, wirkt auf mich fast wie ein junges Mädchen. So klein und doch voller Größe! So lebendig und agil strahlt ihr die Freude aus den Augen, und wenn sie lacht, muss ich einfach nur mitlachen. Kennengelernt habe ich sie im Mai letzten Jahres, als wir im Rahmen des Menora Projekts eine Veranstaltung in Jerusalem hatten, und sie neben mir saß. Sie war zutiefst berührt von dem, was da vor ihren Augen geschah, und als sie die Menora sah, konnte sie nur noch weinen. Dass es Christen gibt, die ihr und ihrem Volk etwas zurückbringen – und dann noch eine Menora! Das hat sie echt aus der Fassung gebracht. Sie selbst wusste gar nicht, was da gerade mit ihr geschah. Die Tränen, die flossen, waren Tränen der Heilung für ihre verletzte Seele.

Inzwischen sind wir Freunde, und Dina gehört in Jerusalem inzwischen zu meinem „Pflichtprogramm“ – es ist allerdings mehr Freude als Pflicht! Sie ließ es sich nicht nehmen, mich an einem Schabbat auf das Köstlichste zu verwöhnen. Letztes Mal haben wir uns im Aroma Café die Erbsensuppe geteilt. Sie ist so herrlich unkompliziert.  Wann immer ich ein Bett in Jerusalem brauche – bei ihr bin ich herzlich willkommen.

Bericht von: Delly Hezel
Foto Credit: Jerusalem, Israel – Delly Hezel (links) zu Besuch bei Dina