In den vergangenen Wochen haben mehrere Tausend nicht-jüdische Iraner Asylanfragen an das israelische Außenministerium gestellt. Sie baten um Hilfe bei der Flucht aus dem Iran und die Möglichkeit, in den jüdischen Staat einwandern zu dürfen.

Die iranische Journalistin Nada Amin, die in Israel Asyl erhalten hat (links), organisierte 2018 in Jerusalem eine Demonstration zur Unterstützung ihres Volkes, bei der sie auch gegen das Regime in Teheran protestierte. Auf den Plakaten war u.a. zu lesen: „Heft dem Iran“, „Befreit den Iran“, „Wir wollen keine Islamische Republik“! Foto: Hadas Parush/Flash90

 

Die Anfragen erreichten die farsi-sprachige Seite des israelischen Außenministeriums. Als Grund für den Ansturm werden die schlechte wirtschaftliche Lage und die Corona-Krise gesehen. Ein Mitarbeiter des Ministeriums, Jonatan Gonen, führte das Interesse der Iraner auch darauf zurück, dass Israel ein freies, demokratisches und in vielen Bereichen führendes Land sei. Früher wurden alle Anfragen einzeln beantwortet, zurzeit aber ist dies wegen des Ansturms nicht möglich.

Das Regime in Teheran steht Israel extrem feindlich gegenüber und hat oftmals damit gedroht, den jüdischen Staat vernichten zu wollen. Dagegen hat die israelische Regierung wiederholt betont, dass sie dem iranischen Volk gegenüber sehr freundlich eingestellt ist und gute Beziehungen zu dem islamischen Land wünsche. (Israelnetz/Redaktion)