Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat mit Vertretern christlicher Konfessionen ein Vorbereitungstreffen zum Weihnachtsfest 2020 angesichts der Coronavirus-Pandemie abgehalten.

Israels Präsident Rivlin (rechts) mit Vertretern christlicher Konfessionen am 18. November 2020 in Jerusalem. Foto: GPO/Mark Neiman

 

Fünf kirchliche Leiter aus Israel nahmen an dem Treffen am 18. November 2020 in der Präsidenten-Residenz in Jerusalem teil: der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem Theophilus III, der lateinische Patriarch von Jerusalem Pierbattista Pizzaballa, der Kustos der Heiligen Stätten Francisco Patton, der griechisch-katholische Patriarch von Jerusalem Joseph Matte, der stellvertretende armenische Patriarch von Jerusalem Sevan Gharibian.

Der Staatspräsident dankte dem neuen lateinischen Patriarchen, Pater Dr. Pizzaballa, für seinen langjährigen Dienst beim Brückenbau mit den christlichen Konfessionen in Israel.

Rivlin sprach über die Einschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie und sagte, dass „Religionsfreiheit einer der Schlüsselwerte im Staat Israel ist. Sie müssen jederzeit geschützt und verteidigt werden. Und doch werden wir sehr bald die christliche Weihnachtszeit feiern. Es ist sehr wichtig, dass die Christen des Heiligen Landes während der Ferienzeit die Coronavirus-Beschränkungen einhalten. Die Sicherheit der christlichen Gemeinden und der heiligen Stätten in Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde, insbesondere in Bethlehem, ist uns sehr wichtig.“

„Land der Klöster“

Der Präsident sprach über die Initiative „Land der Klöster“ und sagte, dass es angesichts des in der Region geschaffenen Friedensgeistes und der Zusammenarbeit jetzt an der Zeit sei, zusammenzuarbeiten, um diese zu vollenden.

Das Projekt „Land der Klöster“ ist eine Initiative zur Förderung des re­ligiösen Tourismus zu den Klöstern und Kirchen entlang des Jordan nahe des Ortes, an dem Johannes der Täufer nach christlicher Traditi­on Jesus Christus und seine Jünger getauft hat. Die sakralen Gebäude gehören zu verschiedenen christli­chen Konfessionen, unter ihnen die römisch-katholische, die russisch-orthodoxe, die griechisch-orthodo­xe und die koptische Kirche.

In den letzten Jahren hat der is­raelische Staatspräsident das Pro­jekt gefördert, um mehr Pilger dort willkommen zu heißen und Einrich­tungen für Besucher aus der ganzen Welt zu entwickeln. Im Rahmen der Initiative wurden die in den 1970er Jahren gelegten Minen, die den Zu­gang zum Bereich der Klöster und Kirchen verhinderten, geräumt.

„Dieses Projekt ist eine gute Gelegenheit, den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie uns dabei helfen würden, diese wichtige Initiative mit der christlichen Welt und den Ländern der Region voranzutreiben“, sagte Rivlin. (Amt des Staatspräsidenten/Redaktion)