Vor 25 Jahren, am 13. September 1993, reichten sich der israelische Premierminister Jitzhak Rabin und der Palästinenserführer Jasser Arafat vor dem Weißen Haus in Washington die Hände zum Frieden. Die damaligen Verhandlungen stehen in Verbindung mit der norwegischen Hauptstadt Oslo, wo die ersten geheimen Gespräche zwischen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und Israel stattfanden. Vor diesem Hintergrund sind die Namen „Osloer Friedensprozess“ und „Osloer Verträge“ entstanden.

Jitzhak Rabin (rechts) wenige Minuten vor seiner Ermordung am 4. November 1995 bei einer Friedenkundgebung mit rund 100.000 Menschen in Tel Aviv; neben ihm die israelische Sängern Miri Aloni und Schimon Peres (1923-2016, von 2007 bis 2014 Staatspräsident Israels), mit dem Rabin 1994 wegen seiner Bemühungen um den Frieden im Nahen Osten den Friedensnobelpreis erhielt. Der Platz der Großkundgebung heißt heute Rabin-Platz. Foto: ISRANET

Allerdings hat sich dieser „Friedensprozess“ überhaupt nicht friedlich entwickelt und auch nach 25 Jahren noch keinen Frieden gebracht. In seinem Kommentar zum 25. Jahrestag der Osloer Verträge schreibt der Nahost-Korrespondent Ulrich W. Sahm u.a.:

„Fakt ist, dass Arafat schon bei seiner Rückkehr nach Gaza einen Vertragsbruch beging, indem er auf dem Rücksitz seiner von Daimler Benz gestifteten Mercedes Limousine zwei Terroristen einschmuggelte, deren Einreise Israel ausdrücklich verboten hatte. Dann hat Arafat mitsamt seinen bewaffneten Kämpfern in Israel eine präzedenzlose Terrorkampagne gestartet. Unter israelischen Rechten wuchs der Widerstand gegen die Osloer Verträge und gipfelte in der Ermordung Rabins. Im September 2000 entfesselte Arafat sogar einen von langer Hand seit Mai 2000 vorbereiteten „Krieg“ gegen Israel, die sogenannte Zweite Intifada, auch Al-Aksa-Intifada genannt. Weit über 1.000 Israelis wurden bei Terroranschlägen und Selbstmordattentaten ermordet.

Die Israelis wehrten sich und sind im April 2002 nach einem besonders brutalen Anschlag im Park-Hotel in Natanja sogar zeitweilig im Westjordanland in die Autonomiegebiete einmarschiert. 2005 haben sich die Israelis aus dem Gazastreifen völlig zurückgezogen, mitsamt den Siedlungen. Der „Dank“ dafür waren tausende Raketen auf israelisches Territorium, was dann zu zwei umfassenden Militäroperationen führte, den sogenannten „Gaza-Kriegen“ 2009 und 2014. Gleichzeitig führen die Palästinenser nicht nur mit Waffen, sondern vor allem mit diplomatischen Mitteln ihren „Krieg“ gegen Israel und inzwischen auch gegen die USA fort.“

Der gesamte Kommentar ist auf www.israelnetz.com zu lesen.

 

 

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