Einige Tage vor der US-amerikanischen Entscheidung zum Wiener Atom-Deal mit dem Iran hat Israels Premier Benjamin Netanjahu geheime Atomakten präsentiert. Diese sollen beweisen, dass das Mullah-Regime in Teheran den Bau von Nuklearwaffen trotz des Abkommens vom Juli 2015 fortsetzen will.

Israels Premier Netanjahu am 30. April 2018 mit Akten des geheimen iranischen Atomwaffenprogramms. Foto: GPO/Amos Ben-Gershom

Bei einer außergewöhnlichen Pressekonferenz im israelischen Verteidigungsministerium in Tel Aviv sagte Netanjahu am 30. April 2018 u.a.:

„Heute Abend zeigen wir Ihnen etwas, was die Welt noch nie zuvor gesehen hat. Heute Abend werden wir neue und schlüssige Beweise für das geheime Atomwaffenprogramm aufdecken, das der Iran seit Jahren in seinem geheimen Atomarchiv vor der internationalen Gemeinschaft versteckt hat. Wir zeigen Ihnen die geheimen Atomakten Irans.
 
Sie wissen vielleicht, dass die iranischen Führer immer wieder bestreiten, Atomwaffen zu verfolgen. Nun, heute Abend bin ich hier, um Ihnen eines zu sagen: Iran hat gelogen.
 
Nach der Unterzeichnung des Nuklearabkommens im Jahr 2015 verstärkte der Iran seine Bemühungen, seine geheimen Nukleardateien zu verbergen. Im Jahr 2017 verlegte der Iran seine Atomwaffenakten an einen höchst geheimen Ort in Teheran.

Vor einigen Wochen erhielt Israel in einer großen nachrichtendienstlichen Leistung eine halbe Tonne Material in diesen Gewölben. Und das ist es, was wir haben. 55.000 Seiten. Weitere 55.000 Dateien auf 183 CDs.

Wir haben dieses Material mit den Vereinigten Staaten geteilt, und die Vereinigten Staaten können für ihre Authentizität bürgen. Wir werden es auch mit anderen Ländern teilen, und wir werden es mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) teilen.

Dieses atomare Archiv zeigt also deutlich, dass der Iran auf höchster Ebene plante, die Arbeiten im Zusammenhang mit Atomwaffen in unterschiedlicher Form fortzusetzen und dasselbe Personal einzusetzen.

Was ich Ihnen heute Abend gezeigt habe, ist nur ein Bruchteil des gesamten Materials, das wir haben. Aber auch aus dieser Stichprobe können Sie vier Hauptaussagen ziehen. Erstens hat der Iran gelogen, niemals ein Atomwaffenprogramm zu haben. 100.000 geheime Akten beweisen, dass sie gelogen haben. Zweitens behielt der Iran auch nach dem Abschluss (des Atom-Abkommens vom Juli 2015) sein Know-how in Bezug auf Nuklearwaffen für die Zukunft bei. Warum sollte ein Terroristenregime seine geheimen Atomakten verstecken und akribisch katalogisieren, wenn nicht, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden? Drittens: Der Iran hat 2015 erneut gelogen, als er der IAEO nicht gerecht wurde, wie es das Atomabkommen erfordert. Und schließlich basiert der Iran-Deal, der Atom-Deal, auf Lügen. Es basiert auf iranischen Lügen und iranischer Täuschung. 100.000 Dateien hier beweisen, dass sie gelogen haben.

Das Atomabkommen gibt dem Iran einen klaren Zugang zu einem atomaren Arsenal.

Das ist also ein schreckliches Abkommen. Es hätte niemals abgeschlossen werden dürfen. Und in ein paar Tagen wird Präsident Trump entscheiden, wird eine Entscheidung treffen, was man mit dem Nuklearabkommen machen soll. Ich bin sicher, er wird das Richtige tun. Das Richtige für die Vereinigten Staaten, das Richtige für Israel und das Richtige für den Frieden der Welt.“

 

 

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