Israelische Politiker haben entsetzt auf den tödlichen Anschlag in einer Synagoge am 27. April 2019 im südkalifornischen Poway reagiert.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Foto: GPO/Amos Ben-Gershom

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sagte: „Ich verurteile den abscheulichen Angriff auf eine Synagoge in Kalifornien; dies ist ein Angriff auf das Herz des jüdischen Volkes. Wir sprechen der Familie von Lori Gilbert-Kaye unser Beileid aus und wünschen den Verwundeten eine schnelle Genesung. Die internationale Gemeinschaft muss den Kampf gegen den Antisemitismus verstärken.“

Ein 19-Jähriger hatte während einer Pessach-Veranstaltung am 27. April 2019 eine 60-jährige Frau mit Schüssen getötet. Er verwundete zudem den Rabbi sowie einen 31-Jährigen und dessen 8-jährige Nichte. Letztere waren wenige Jahre zuvor aus Sderot nach Kalifornien gezogen, um den Raketenangriffen aus dem Gazastreifen zu entgehen.

„Das jüdische Volk wird niemals zulassen, dass Antisemitismus und Hass siegen“

Staatspräsident Reuven Rivlin sagte: „Wir waren schockiert und traurig, als wir von der Schießerei in Chabad of Poway, Kalifornien, gestern hörten. Der mörderische Angriff auf die jüdische Gemeinde während Pessach, unserem Freiheitsfest, und kurz vor dem Holocaust-Gedenktag, ist eine weitere schmerzhafte Erinnerung daran, dass Antisemitismus und Hass auf Juden immer noch bei uns sind, überall. Kein Land und keine Gesellschaft ist immun. Nur durch Bildung für Holocaust-Gedenken und Toleranz können wir mit dieser Plage umgehen.

Unsere Herzen sind bei der Familie Gilbert Kaye, die ihre liebe Lori verloren hat, bei den Familien der Verletzten und bei der ganzen Gemeinschaft. Wir sind mit euch in diesen schwierigen Zeiten. Wir lieben und umarmen Euch. Das jüdische Volk wird niemals zulassen, dass Antisemitismus und Hass siegen. Wir sind stark und stolz auf unser Erbe und unsere Identität der Liebe zueinander und zu unseren Mitmenschen.“ (Außenministerium des Staates Israel/Israelnetz)