Der Feiertag Lag Ba’Omer fällt auf den 18. Ijar nach jüdischem Kalender und unterbricht als 33. Tag die 49-tägige Trauerzeit zwischen Pessach und dem Wochenfest zur Erinnerung an die Verfolgung der Juden durch die Römer und während des Mittelalters. In diesem Jahr fällt der Tag auf den 12. Mai.

Jerusalems sephardischer Oberrabbiner Schlomo Amar und weitere Juden bei einem Freudenfeuer auf dem Berg Meron am Abend des 11. Mai 2020, dem Vorabend des diesjährigen jüdischen Feiertages Lag Ba‘Omer. Foto: David Cohen/Flash90

 

Lag Ba’Omer ist ein Freudentag, an dem sich viele orthodoxe Juden am Grab von Rabbi Schimon Ben Jochai auf dem Berge Meron in Galiläa versammeln. Der 18. Ijar gilt als Todestag des Rabbiners, der sich im Bar-Kochba-Aufstand 132-135 nach Christus gegen die Römer beteiligt hat. Nach der Westmauer in Jerusalem ist das Grab auf dem Berg Meron die am meisten besuchte Stätte in Israel.

Allerdings gibt es auch andere Erklärungen für Lag Ba‘Omer, zum Beispiel dass Gott nach dem Auszug der Israeliten aus Ägypten an diesem Tag damit begann, sein Volk in der Wüste mit Manna zu versorgen.

Einschränkungen in diesem Jahr

Das Fest ist geprägt von Gebeten, Gesang und Tanz. Außerdem hat sich die Tradition entwickelt, am Abend von Lag Ba’Omer Lagerfeuer zu entzünden und darin Speisen wie zum Beispiel Kartoffeln zu garen. Dies erinnert an die Signalfeuer, mit denen früher Nachrichten verbreitet wurden. Orthodoxen Knaben werden an diesem Tag erstmals die Haare geschnitten, außerdem ist Lag Ba’Omer ein beliebter Hochzeitstag.

Allerdings sind in diesem Jahr Lagerfeuer am 11. und 12. Mai in Israel verboten. Lediglich auf dem Berg Meron sind drei Feuer rund um das Grab von Rabbi Schimon Ben Jochai mit jeweils 50 Teilnehmern aus dem Ort erlaubt. (Redaktion/Israelnetz)