Mehr als 300 Teilnehmer erlebten die Jubiläumskonferenz von Christen an der Seite Israels im herrschaftlichen Ambiente der Festung Marienberg in Würzburg. Mit einem vielseitigen und sehr ermutigenden Festprogramm wurden gleich zwei besondere Ereignisse gefeiert: 70 Jahre Staat Israel und 20 Jahre Christen an der Seite Israels in Deutschland. Der Dank für die Treue Gottes sowie der Aufruf an Christen, Israel zu unterstützen, waren Schwerpunkte dieses reich gesegneten Wochenendes vom 15. bis 17. Juni 2018.

Harald Eckert, der Leiter und 1. Vorsitzende von Christen an der Seite Israels, bei seinem Rückblick auf die 20-jährige Geschichte der deutschen Israel-Bewegung. Foto: Klaus Hennemann

 

Harald Eckert, Leiter von Christen an der Seite Israels, freute sich in seiner Begrüßung besonders über die Verbundenheit von Christen und Juden bei dieser Konferenz und sprach dabei die große Endzeitvision von Hesekiel 37 an, die ihn in den Wochen zuvor sehr bewegt hat – mit den Totengebeinen als Bild für das jüdische Exil in der Welt und andeutungsweise auch für den Holocaust. Jetzt erleben wir, wie Israel wieder ein Staat geworden ist, und im Hinblick auf die Verse 24 bis 28 in diesem Hesekiel-Kapitel haben wir die Hoffnung auf eine wunderbare gemeinsame Zukunft, so Harald Eckert.

Während der Jubiläumskonferenz von Christen an der Seite Israels vom 15. bis 17. Juni 2018 in Würzburg. Foto: Klaus Hennemann

 

Gottes Treue

Roger van Oordt, Direktor von Christenen voor Israel, der niederländischen Stammorganisation der Bewegung Christians for Israel International, zu der auch Christen an der Seite Israels in Deutschland gehört, betonte: „Wir freuen uns, dass Gott treu ist zu Seinem Volk und dass Er tut, was Er versprochen hat.“ Mit der Rückkehr der Juden in das Verheißene Land erleben wir die Erfüllung biblischer Prophetie. „Es ist ein Vorrecht, in dieser Zeit zu leben, in der Gott Sein Volk heimbringt“, so Roger van Oordt.

Aber diese Rückkehr und Wiederherstellung erfolgt nicht ohne Schwierigkeiten: Ähnlich wie damals unter Mose und dann unter Nehemia und Esra gab und gibt es auch jetzt Anfeindungen und Kriege gegen Israel. Wir als Christen sollten daher nicht gleichgültig sein, sondern dem jüdischen Volk helfen – durch Gebet und durch praktische Unterstützung. „Es ist ein großes Vorrecht, dass Gott uns auserwählt hat, um Israel zu segnen“, sagte Roger van Oordt und rief dazu auf: „Hört nicht auf, für Gottes Volk einzutreten!“

Roger van Oordt (am Rednerpult) mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Christen an der Seite Israels, 4. von links der Leiter und 1. Vorsitzende Harald Eckert. Foto: Klaus Hennemann

 

Marie-Louise Weissenböck, Vorsitzende von Christen an der Seite Israels – Österreich und Europa-Koordinatorin von Christians for Israel International, wies in ihrem Grußwort auf die gute Zusammenarbeit der deutschen und österreichischen Israel-Freunde hin. Christen an der Seite Israels in Deutschland war „Geburtshelfer“ für Christen an der Seite Israels – Österreich, das vor genau 10 Jahren  gegründet wurde und kürzlich sein Jubiläum gefeiert hatte. Auch sie betonte Gottes Treue „an Israel und an uns“.

Christen sollen an der Seite Israels stehen

In seiner Predigt im Festgottesdienst am 17. Juni 2018 sprach Pastor Tobias Krämer, Vorstandsmitglied von Christen an der Seite Israels, über 5. Mose 7, 6-8 und die ewige Erwählung Israels. Gott hat sich an Israel gebunden wie ein Mann an seine Frau – aufgrund Seiner Liebe und Seines Eides gegenüber Abraham, Isaak und Jakob, also emotional und rational/rechtlich. Paulus bestätigt dies in Römer, 11, 28-29, wo er schreibt: Die Juden sind „Geliebte um der Väter willen“. Daher ist es für uns Christen auch unser Auftrag, an der Seite Israels zu stehen!

Reichhaltiges Festprogramm

Lobpreis- und Gebetszeiten, Grußworte, in denen jüdische, israelische und christliche Repräsentanten Christen an der Seite Israels ihren Dank aussprachen, ein Konzert des israelischen Musiker-Ehepaares Julia und Shaul Ben-Har, ein Film über 70 Jahre Israel, Berichte von jungen Christen an der Seite Israels, ein Gebets- und Anbetungsabend, ein Gebetsspaziergang am Sonntag vor dem Festgottesdienst, ein Rückblick auf 20 Jahre Christen an der Seite Israels sowie weitere Beiträge sorgten für eine reich gesegnete Jubiläumskonferenz.

Beim Konzert des israelischen Musiker-Ehepaares Julia und Shaul Ben-Har während der Jubiläumskonferenz. Foto: Klaus Hennemann

 

Christen an der Seite Israels

Christen an der Seite Israels ist am 15. Mai 1998 gegründet worden – auf den Tag fast genau 50 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel am 14. Mai 1948 durch David Ben-Gurion. Zum Vorsitzenden wurde der damals 72-jährige Theo Ellesat gewählt, der zuvor durch den Verkauf von Israel-Produkten in Deutschland mit Christenen voor Israel verbunden war. Aus Altersgründen hat Theo im Jahre 2005 – fast 80-jährig – sein Amt an Harald Eckert übergeben.   

Die Auflage der zweimonatlich erscheinenden Zeitung Israelaktuell.de beträgt zurzeit 24.000 Exemplare. (Joachim Kudlek)

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