Israel beging am 18. April 2018 den Jom HaSikaron, den Gedenktag für Gefallene und Terror-Opfer. Deren Zahl beläuft sich inzwischen auf 23.645. Seit dem vergangenen Gedenktag sind 101 Namen dazugekommen. Dazu zählen auch zwölf Zivilisten und 30 frühere Soldaten, die an den Spätfolgen ihrer Verletzungen gestorben sind. Gezählt wird ab dem Jahr 1860. Damals fingen die Jerusalemer Juden an, zu expandieren und außerhalb der Altstadtmauern Wohngebiete zu errichten.

Israelische Soldaten bei der Zeremonie „Eine Flagge für jeden Gefallenen“ auf dem Militärfriedhof auf dem Herzlberg in Jerusalem kurz vor Jom HaSikaron. Foto: Hadas Parush/Flash90

 

Gedenken als Zeremonie

Der Gedenktag folgt einem vorgegebenen Ablauf: Am Vorabend um 20 Uhr Ortszeit ertönte eine Minute lang eine Sirene. Am 18. April 2018 ertönte um elf Uhr eine weitere Sirene zwei Minuten lang. Begleitet wurde der Tag von Zeremonien und Gedenkveranstaltungen auf Militärfriedhöfen in ganz Israel. Am Abend des 18. April 2018 folgte der nahtlose Übergang in den fröhlichen Unabhängigkeitstag, den Jom HaAtzma’ut, an dem Israel seinen 70. Geburtstag feiert.

Die Hauptgedenkveranstaltung des Jom HaSikaron begann am 18.April 2018 nach den Sirenen auf dem Jerusalemer Herzlberg. Dort waren Staatspräsident Reuven Rivlin, Regierungschef Benjamin Netanjahu, der Präsident der Knesset Juli Edelstein, die Präsidentin des Obersten Gerichts Esther Hajut, Armeechef Gadi Eisenkot sowie Polizeichef Roni Alscheich zugegen. Zusätzlich waren 800 Menschen eingeladen, darunter Trauernde und Vertreter von Behörden, die sich mit dem Gedenken an die Opfer befassen.

Beobachter rechneten damit, dass am Gedenktag etwa 1,5 Millionen Menschen die verschiedenen Militärfriedhöfe besuchen. Dazu stellte der Staat auch Transportmöglichkeiten wie Busse zur Verfügung. Den Tag nutzten viele Menschen auch dazu, die Gräber zu pflegen. (Israelnetz)

 

 

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