Israels Bevölkerung ist auch im vergangenen jüdischen Jahr angewachsen. Wie das Zentrale Statistikbüro aus Anlass des Neujahrsfestes 5781 im September 2020 bekanntgab, lebten im Vergleich zum Vorjahr 1,6 Prozent mehr Menschen im einzigen jüdischen Staat der Welt. 

Israelis auf dem Mahane Yehuda-Markt in Jerusalem am 11. Oktober 2020. Foto: Nati Shohat/Flash90

 

Der Anstieg fällt allerdings niedriger aus als 2019. Damals lag der Zuwachs bei 2,1 Prozent. Eine Ursache für das geringere Wachstum liege in der geringeren Zahl der Einwanderer. Im abgelaufenen jüdischen Jahr 5780 wanderten 25.000 Menschen nach Israel ein – 13.000 weniger als im Vorjahr.

Israel verzeichnete im vergangenen Jahr etwa 44.000 Todesfälle. Dem gegenüber stehen 170.000 Geburten. Weiterhin heirateten 49.410 Paare, 15.605 haben sich scheiden lassen. In Israel sind 2.667.600 Privathaushalte registriert, in denen durchschnittlich 3,24 Personen leben.

74 Prozent der Israelis sind Juden

Nach Angaben des Zentralen Statistikbüros leben in Israel 6.841.000 Juden. Das entspricht etwa 74 Prozent der Gesamtbevölkerung, deren Zahl bei 9,25 Millionen liegt. Araber machen 21 Prozent der Bevölkerung (1.946.000) aus. Die restlichen 5 Prozent (459.000) fallen auf andere Gruppen. Ein Drittel der Juden in Israel definiert sich als „religiös“. Davon bezeichnen sich 10,1 Prozent als ultra-orthodox. Als säkular sehen sich 43,1 Prozent. Weitere 22,1 Prozent gaben an, traditionell, aber nicht religiös zu sein.

Eine Prognose für das Bevölkerungswachstum in den kommenden Jahrzehnten hat das Zentrale Statistikbüro ebenfalls bekanntgegeben. Demnach wird die Bevölkerung voraussichtlich Ende 2024 10 Millionen Einwohner erreichen. Bis 2065 könne die Zahl auf 20 Millionen ansteigen.

Fast 90 Prozent der Israelis zufrieden

Die Mehrheit der Israelis (88,8 Prozent) ist nach Angaben des Zentralen Statistikbüros mit ihrem Leben zufrieden. Innerhalb der jüdischen Bevölkerung liegt dieser Wert bei 92 Prozent, bei den Arabern sind es 76,5 Prozent. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Zufriedenheit zeigt der Bericht einen Rückgang auf 62,2 Prozent.

Mehr als jeder zehnte Israeli (11,5 Prozent) bezeichnet sich laut der Studie als arm (6,9 Prozent der Juden und 30,9 Prozent der Araber). Etwa 1,7 Millionen Menschen (29,9 Prozent der Bevölkerung) haben Mühe, ihre monatlichen Hausrechnungen zu bezahlen. Angesichts der Corona-Krise gaben 20,2 Prozent der Befragten an, dass sie unter ständigem oder häufigem Stress stehen. Etwa 19,6 Prozent fühlen sich oft oder gelegentlich einsam. (Israelnetz)