Israelis am Gazastreifen wollen den durch Drachen verursachten Brandschäden eine Pflanzaktion entgegensetzen. In der kommenden Wochen sollen mehrere Jungbäume eingesetzt werden, berichtet die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“. Der Sprecher des Kibbutz Kfar Aza, Ofir Liebstein, hat die Aktion ins Leben gerufen. Unterstützung erhält er vom Jüdischen Nationalfonds (JNF).

Ein Drachen, an dem ein palästinensischer Terrorist einen Brandsatz anbringen will, der auf israelischem Gebiet ein Feuer verursachen soll – aufgenommen am 8. Juni 2018 im südlichen Gazastreifen an der Grenze zu Israel bei Rafah. Foto: Abed Rahim Khatib/ Flash90

Der Vorsitzende des Nationalfonds, Daniel Atar, sprach von einem „nie dagewesenen Schaden“ durch die Brände. „Wir werden uns nicht der Hamas ergeben. Sie wird für die kriminellen Aktionen bezahlen müssen, die sich nicht nur gegen israelische Bürger, sondern auch gegen die Natur und die Umwelt gerichtet waren.“ Mit der Pflanzaktion soll die Botschaft ausgesandt werden: „Wir leben hier durch Stärke und Wachstum, und wir sind vereint und stärker denn je.“

Ringen um Lufthoheit

Nach Einschätzung der Armee ist der Kampf gegen die Branddrachen erfolgreich. In den vergangenen zehn Wochen habe die Armee mithilfe von Drohnen 500 Drachen und Ballons zerstört, sagte Nadav Livne, der für die Forschung und Entwicklung bei den Bodentruppen zuständig ist, am 7. Juni 2018. In einem Fernsehbericht vom 2. Juni 2018 hatte es geheißen, die Maßnahmen gegen die Branddrachen seien erfolglos. „Das ist nicht der Standpunkt der Armee“, sagte Livne.

Die Branddrachen sind mit einem langen Seil ausgestattet, an dem ein Molotov-Cocktail, ein Beutel oder eine Dose mit brennendem Benzin oder manchmal auch ein kleiner Sprengkörper befestigt ist. Die Brände haben große landwirtschaftliche Flächen zerstört, auch ein Naturpark ist betroffen.

Branddrachen jetzt auch im Westjordanland

Unterdessen wurden am 7. Juni 2018 die ersten Branddrachen im Westjordanland gesichtet. Sie flogen über die ortschaften Matan, Jarhiv und Nirit, nahe der Stadt Kfar Saba in Zentralisrael. Einer löste ein Feuer auf einem Feld aus, dass schnell gelöscht werden konnte. Ein anderer beschädigte eine Stromleitung, so dass der Strom einige Stunden ausfiel. (Israelnetz)

 

 

 

 

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