Seit dem Start der Impfkampagne in Israel gegen COVID-19 am 19. Dezember 2020 haben nach Angaben des nationalen Gesundheitsministeriums mittlerweile mehr als 1,2 Million Menschen – 12 Prozent der Bevölkerung – die erste Impfdosis erhalten.

Eine 92-Israelin wird am 3. Januar 2021 in Jerusalem gegen COVID-19 geimpft. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

 

Zügig werden täglich in 325 Impfstationen durchschnittlich 100.000 Israelis gegen COVID-19 geimpft. Die höchste Zahl an einem Tag wurde bisher am 31. Dezember 2020 erreicht, als 153.400 Menschen das Vakzin erhalten haben. Israel liegt damit weltweit auf Platz 1.

Derzeit werden alle Menschen über 60 Jahre, das medizinische Personal und die Risikogruppen geimpft. Laut des Gesundheitsministeriums haben mehr als 40 Prozent der über 60-Jährigen im Land bereits die erste Dosis des Biontech-Pfizer-Impfstoffs erhalten. Im nächsten Schritt sollen Impfungen für alle Israelis offen gestellt werden..

Kompletter Lockdown gefordert

Angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen im Land hat der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein einen zweiwöchigen kompletten Lockdown gefordert. Der derzeitige Teil-Lockdown, bei dem unter anderem die Schulen weitestgehend geöffnet sind, sei nicht ausreichend.

Am 3. Januar 2021 hatten sich mehrere Leiter israelischer Krankenhäuser in einem Brief an das Gesundheitsministerium gewandt und Besorgnis über die zunehmende Zahl der ernsthaften Covid-19-Fälle geäußert. Am 4. Januar 2021 waren mehr als 50.000 aktive Corona-Fälle in Israel bekannt. 3.433 Menschen starben in Israel bisher an oder mit dem Virus. (Gesundheitsministerium des Staates Israel/Israelnetz/Redaktion)