Das Coronavirus hat neben einer gesundheitlichen Krise auch soziale und finanzielle Probleme hervorgerufen. Durch die starken Kontaktbeschränkungen haben zahlreiche Israelis ihre Arbeit verloren. Zweifellos werden die Familien, die schon vor der Krise mit wenig auskommen mussten und am Rande der Armut gelebt haben, jetzt noch stärker leiden.

Vor fast 40 Jahren wurde von David Portowitz das Jaffa-Institut mit dem Auftrag gegründet, den sozial schwachen und finanziell benachteiligten Menschen Israels Unterstützung zukommen zu lassen, damit diese den Kreislauf der generationenübergreifenden Armut durchbrechen können. Auch in Zeiten von Corona arbeitet das Jaffa-Institut mit Christen an der Seite Israels zusammen, um den sozial Benachteiligten Menschen in Israel zu helfen. Trotz zahlreicher Absagen von freiwilligen Helfern, werden weiterhin Lebensmittelpakete in kleinen Gruppen von 10 Personen zusammengestellt. Insgesamt 4500 Pakete sollen mit haltbaren Lebensmitteln sowie nützlichen Haushaltsgegenstände befüllt werden. Die Pakete sind eine große Hilfe für hungernde Familien und ältere Menschen, die ihre Häuser nicht verlassen können. Über spezielle Onlineprogramme vom Jaffa-Institut, können Kinder ihre Ausbildung fortzusetzen und ihre Kreativität weiter ausleben. Zu den Programmen gehören Aktivitäten für zu Hause wie eine besondere Form der Schnitzeljagd, ein Tanzwettbewerb, kreative Kunstprojekte oder auch pädagogische Projekte, wie die Erstellung eines Informationsvideos über die Aufrechterhaltung der Hygiene in der Zeit von COVID-19.

Erstellt von einem Schüler des Jaffa-Instituts. Der Schriftzug bedeutet ,,Alles wird gut“. (Foto: Jaffa-Institut)

Karton für Karton wird von den Helfern mit Lebensmitteln befüllt. (Foto: Jaffa-Institut)

Für die Kinder die keinen Ort haben den sie ihr „Zuhause“ nennen können, ist das Never-Ofer-Haus vom Jaffa-Institut offen geblieben. Das Wohnhaus wird von einem Ehepaar geführt, das sich um die Kinder kümmert, die von den Behörden aus ihren Familien herausgenommen wurden. Normalerweise besuchen die Kinder tagsüber ihre Schule und werden danach von den Mitarbeitern des Jaffa-Instituts betreut. Aufgrund dieser herausfordernden Situation machen die Mitarbeiter nun Überstunden, um für die Kindern den ganzen Tag präsent zu sein. Als Ersatz für die üblichen Hausbesuche werden mit älteren und bedürftigen Menschen täglich nun ein bis zwei Telefongespräche geführt. Sie sollen die Gewissheit haben, dass trotzdem jemand für sie da ist. Bei den betreuten Personen handelt es sich vor allem um Holocaust-Überlebende.