Zum 70. Jubiläum der Staatsgründung Israels erreichten Jerusalem Glückwünsche aus der ganzen Welt. Bundeskanzlerin Merkel äußerte in einem Grußwort ihre Bewunderung für die ersten Israelis, die den Staat mit Mühe aufgebaut haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Israels Staatspräsident Reuven Rivlin.

 

Das 70-jährige Jubiläum der Gründung des Staates Israel sei Anlass, in Dankbarkeit und Freude zu feiern. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Grußwort in der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ geschrieben.

Israels Unabhängigkeitstag „Jom HaAtzma’ut“ sei ein Tag großer Freude. „Heute pflegen Israel und Deutschland eine enge wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Zusammenarbeit. Unzählige persönliche Begegnungen und Freundschaften, zahlreiche Städtepartnerschaften und ein reger Jugendaustausch – es gibt vieles, das unsere beiden Länder verbindet. Wir blicken in Dankbarkeit auf das in 70 Jahren Erreichte“, schreibt die Bundeskanzlerin.

Deutschland werde die Erinnerung an die Scho’ah bewahren, versicherte Merkel und betonte: „Wir wenden uns entschlossen gegen Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen. Und die Sicherheit des Staates Israel ist und bleibt Teil der Staatsräson Deutschlands. Im Wissen um diese Verantwortung und im Bewusstsein unserer gemeinsamen Werte werden wir unsere Zukunft zum beiderseitigen Wohl gestalten.“

Lebendige Demokratie

Sie sei voller Bewunderung für die ersten Israelis, unter ihnen viele Scho’ah-Überlebende, die keine Mühen scheuten, ihren Staat aufzubauen, so Merkel weiter. Der Staat sei von Anfang an schweren Prüfungen ausgesetzt gewesen. Die Menschen hätten jedoch eine wehrhafte und lebendige Demokratie geschaffen, „die mehr und mehr innovative und wirtschaftliche Stärke entwickelte und schließlich über die Jahre hinweg große Anziehungskraft behielt“.

Glückwünsche zum Jubiläum erreichten außerdem Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin unter anderem aus den USA, Russland, Großbritannien, Kroatien und von den Vereinten Nationen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres schrieb: „Die Vereinten Nationen werden durch die Vielfalt ihrer Mitglieder bereichert und unsere Mission wird gestärkt, wenn wir uns vereinen, um die Werte zu stärken, die der Anker unseres Fundaments sind.“

US-Präsident Donald Trump versicherte, das Engagement der USA für die Sicherheit Israels sei unerschütterlich. Sein Land werde wie in den vergangenen sieben Jahrzehnten an Israels Seite stehen.

Putin lobt „exzellente Beziehungen“

Russlands Präsident Wladimir Putin hob die „exzellenten Beziehungen“ zwischen seinem Land und Israel hervor. Er sei zuversichtlich, „dass wir gemeinsam den bilateralen Dialog und die fruchtbare Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie und humanitäre Hilfe weiter ausbauen werden – im Interesse unserer Völker, und um Frieden, Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten zu stärken“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb zudem an seinen israelischen Amtskollegen: „Die Aussöhnung und Partnerschaft mit Israel über die tiefen Gräben unserer Geschichte hinweg bleibt etwas Wunderbares“. Dies sei „ein Geschenk und zugleich eine bleibende Verpflichtung für uns Deutsche“. (Israelnetz)

 

 

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