Vor 80 Jahren, am 9./10. November 1938, fand die Reichspogromnacht statt, bei der rund 1400 Synagogen sowie Tausende jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe von den Nazis zerstört wurden. Zudem sind etwa 400 Juden ermordet und rund 30.000 in Konzentrationslager gesperrt worden, wo Hunderte von ihnen zu Tode gebracht wurden. Bereits drei Monate zuvor war die Hauptsynagoge in Nürnberg am Hans-Sachs-Platz auf Befehl von NSDAP-Gauleiter Julius Streicher, dem Herausgeber des Nazi-Hetzblattes „Der Stürmer“, abgerissen worden. Das 1874 eingeweihte Gotteshaus wurde nicht wieder aufgebaut, allerdings erinnert seit 1988 ein Gedenkstein (Synagogendenkmal) an die ehemalige Hauptsynagoge.

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Die 1874 eingeweihte und am 10. August 1938 im Beisein Tausender Menschen von den Nazis abgerissene Hauptsynagoge in Nürnberg am Hans-Sachs-Platz (Aufnahme von 1891). Foto: Wikimedia Commons/gemeinfrei/PD-old

 

Zum 80. Jahrestag des Synagogenabrisses lädt der Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“ aus Nürnberg (www.ak-sdsb.de) in Zusammenarbeit mit der  Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg (IKGN) zu einer

Gedenkstunde der Trauer und Solidarität

am Gedenkstein der zerstörten Nürnberger Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz/Leo-Katzenberger-Weg

am Donnerstag, dem 9. August 2018, 18:00 Uhr

ein.

In der Einladung heißt es:

„Wir setzen damit einen biblischen Kontrapunkt zu Judenfeindlichkeit und zersetzender Kritik gegen den Staat Israel! Als Bürger einer Stadt, die ‚Stadt der Reichsparteitage‘ war und nun ‚Stadt der Menschenrechte‘ ist, stellen wir uns an die Seite des jüdischen Volkes.

Produkte aus Israel werden international boykottiert und jüdische Mitbürger in Europa diskriminiert, aber Psalm 147.2 erfüllt sich aktuell: ‚Der HERR baut Jerusalem auf und bringt die Verstreuten Israels – Aliya – nach Hause..‘“

Es sprechen Persönlichkeiten aus Stadt und Land: Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Michael Frieser (MdB), Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, und Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender der IKGN. Leitung: Hansjürgen Kitzinger, Vorsitzender des Arbeitskreises „Suchet der Stadt Bestes“.

 

 

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