Seit Ende März 2018 sind durch Brandrachen oder Brandballons aus dem Gazastreifen verheerende Umweltschäden in Israel verursacht worden. In den letzten Wochen haben israelische Sicherheitsbehörden im Hafen von Aschdod drei Container mit Zehntausenden Ballons beschlagnahmt, die auf dem Weg in den Gazastreifen waren. Das berichtete der israelische „Kanal 10“.

Palästinenser im Gazastreifen bereiten Luftballons vor, die mit brennbaren Materialien versehen und dann gegen Israel eingesetzt werden (aufgenommen am 10. August 2018 bei Rafah). Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

Normalerweise erfreuen solche Ballons Kinder bei Geburtstagsfeiern. Es wurde nicht gemeldet, wer die Container nach Gaza geschickt hat. Fast täglich versenden jedoch wohltätige Organisationen wie die „Allianz für Wiederaufbau“ Spendenaufrufe, Kinder im Gazastreifen mit Spielzeug auszustatten. Durch den Stopp der Container sollen Palästinenser daran gehindert werden, Ballons für ihren Feuer-Terrorismus einzusetzen.

Millionenschwere ökologische Schäden

Seit Ende März 2018 hat die im Gazastreifen regierende Hamas Tausende von Brandsätzen in israelisches Gebiet geschickt. Diese haben zur Zerstörung von mehr als 7.500 Hektar Land, Hunderten von Hektar Weizenfeldern und 2.700 Hektar Naturschutzgebieten geführt.

Mehr als 1.000 Brandsätze wurden mit Kinderdrachen oder mit heliumgefüllten Ballons über die Grenze geflogen, was mehr als 750 Brände auslöste – durchschnittlich 11 pro Tag. Das bewirkte unmittelbare Schäden von über 3 Millionen US-Dollar. Es wird Jahre dauern, bis die durch den Feuer-Terrorismus verursachten ökologischen Schäden wieder behoben sind.

Trotz eines von der Hamas am 9. August 2018 verkündeten Waffenstillstands schickten die Palästinenser von Gaza weiterhin Brandsätze nach Israel. Am 13. August 2018 brach im Re’im-Gebiet der Region Eschkol im Süden Israels ein Großbrand aus.

Bereits am 11. August 20218 landete ein riesiger Branddrachen mit einer Spannweite von über 4 Metern aus Gaza auf einer Hochspannungs-Stromleitung in der Nähe des Kibbutz Sufa. Dadurch wurde in der Region die Stromzufuhr gestoppt. Techniker mussten mit einem Kran der Israel Electric Company das Gerät entfernen, ehe es einen Brand auslösen konnte. Ebenfalls am 11. August 2018 neutralisierte die Polizei einen Terrorballon aus Gaza, der neben einem Speisesaal in der Region Eschkol landete. Außerdem brach ein Feuer im Naturschutzgebiet Nir Am aus.

Netanjahu: Kampagne gegen Terror

Zu Beginn der Kabinettssitzung am 12. August 2018 erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu, Israel befinde sich „inmitten einer Kampagne gegen den Terror in Gaza. Es bedeutet einen Schlagabtausch. Der wird nicht mit einem Schlag enden. Unsere Forderung ist klar – ein vollständiger Waffenstillstand. Mit weniger werden wir nicht auskommen“, unterstrich er.

Weiter sagte der Premierminister: „Bis jetzt haben wir Hunderte von militärischen Zielen der Hamas zerstört. In jeder Runde verlangt die israelische Armee einen zusätzlichen hohen Preis. Ich werde hier nicht unsere operativen Pläne verraten. Aber sie sind fertig. Unser Ziel ist es, die Ruhe für die Bewohner des Südens und des an den Gazastreifen angrenzenden Gebiets wiederherzustellen. Dieses Ziel wird in vollem Umfang erreicht werden.“  Von: Ulrich W. Sahm/Israelnetz

 

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