Welchen Schaden Branddrachen und Brandballons im Süden Israels angerichtet haben, dokumentiert eine Fotoausstellung bei den Vereinten Nationen in New York. Die Installation ist übersichtlich und doch eindrucksvoll. Sie ist von der israelischen Botschaft bei den UN organisiert worden und trägt den Namen „Die Effekte von Branddrachen auf den Süden Israels“.  Die Ausstellung dauert vom 2. bis zum 10. August 2018.

Israelische Soldaten beim Löschen von Feuern, die durch einen palästinensischen Branddrachen in Südisrael an der Grenze zum Gazastreifen entstanden waren. Foto: Moshe Shai/Flash90

 

Zu sehen sind laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ neun Fotos von neun verschiedenen israelischen Fotografen. Die Idee dazu stammt vom Knesset-Abgeordneten Haim Jelin von der Jesch Atid Partei, der lange Vorsitzender der Regionalverwaltung Eschkol im nordwestlichen Negev war.

 

Fotocollagen dokumentieren Zerstörung

Ein Foto zeigt eine Collage aus zwei Bildern: Oben ist eine grüne Wiese mit roten Blumen zu sehen. Auf dem Bild darunter, das den gleichen Ausschnitt zeigt, gibt es nur noch ein schwarzes Feld aus verbrannter Erde, nachdem dort Branddrachen aus dem Gazastreifen gelandet waren. Auf beiden Bildern ist auch eine junge Frau mit Pfanne und Rucksack, die offenbar zum Campen geht.

Es sind teils eindrucksvolle Bilder: Auf einem Foto steht beispielsweise ein Bauer vor seinem Traktor, in den eine israelische Flagge geklemmt ist. Im Hintergrund lodern die Flammen und zieht der schwarze Rauch über das Feld. Ein weiteres Foto zeigt eine verbrannte Landschaft, in der eine Schildkröte mit eingezogenem Kopf liegt. Auch deren Panzer ist angekokelt. Kuratiert hat die Auswahl der Fotograf Udi Israel. Sie soll den Botschaftern aus aller Welt den angerichteten Schaden vor Augen führen.

Unabänderliche Umweltschäden

Palästinenser haben in den vergangenen Monaten Tausende Hektar Land und Wälder mit Branddrachen und -ballons zerstört. Die israelische Botschaft bei den UN hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Organisation es verpasst hat, diesen von der Hamas organisierten Terror zu verurteilen. Stattdessen habe sie Israel angeklagt, unschuldige Palästinenser beim „Marsch der Rückkehr“, der am 30. März begann, verletzt und getötet zu haben. Israel bezeichnet diesen Marsch als gewalttätige Angriffe auf seine Landesgrenzen.

„Der zerstörerische Feuer-Terrorismus bedroht nicht nur die Leben von israelischen Bürgern, sondern zerstört ein ganzes Ökosystem im Süden und verursacht unabänderliche Umweltschäden“, sagt der israelische Botschafter bei den UN, Danny Danon. „Die Grausamkeit und der Zynismus der Hamas hat Spielsachen zu tödlichen Waffen umfunktioniert und kennt keine Grenzen“, sagte er.  (Israelnetz)

 

 

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