Zusammen mit der Helping Hand Coalition unterstützt Christen an der Seite Israels zahlreiche Holocaust-Überlebende in Israel. Ein Schwerpunkt sind dabei die regelmäßigen Gemeinschaftszeiten in verschiedenen Shalom-Häusern. Hier trifft man sich bei leckerem Essen und guter Musik, um Zeit miteinander zu verbringen. Ein wirksames Mittel gegen die Einsamkeit, unter der viele der Holocaust-Überlebenden leiden.

Nach Wochen der landesweiten Abriegelung durch COVID-19 konnten erstmals Holocaust-Überlebende in einem Shalom-Haus wieder zusammenkommen und miteinander feiern. Jedoch müssen nach wie vor strenge Regeln und Einschränkungen beachtet werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. So fanden die einzelnen Treffen nicht in einem Gebäude der Helping Hand Coalition statt, sondern in Versammlungssälen von verschiedenen Gästehäusern.

Am 4. Juni traf man sich erstmals in Hadera. Nach wie vor mussten alle Anwesenden eine Gesichtsmaske tragen, was nicht allen leicht gefallen ist. Doch als Aljoscha und Jody Ryabinov zu singen begannen, konnte man sehen, wie die Augen der Überlebenden zu leuchten begannen. In der folgenden Woche, am 10. Juni, traf man sich erneut in Hadera. Man hatte die Gelegenheit einander Geschichten zu erzählen, zu musizieren und miteinander zu singen. Ein Mitarbeiter sprach über das Herz Gottes und ermutigte die Überlebenden damit auf besondere Art und Weise.

Es können wieder Treffen im Shalom-Haus stattfinden (Foto: Helping Hand Coalition)

Am 21. Juni fand ein Shalom-Haus in Binyamina statt. Bei einem Konzert und leckerem Essen traf sich hier eine Gruppe von Veteranen und es wurde sehr emotional, als sie an ihre Jugend und die Zeit des Krieges zurückdachten. Das letzte Treffen fand am 24. Juni statt. Dabei konnten auch mehrere Geburtstage der Überlebenden bei Musik und gutem Essen gefeiert werden. Die Überlebenden waren sehr dankbar, dass das Shalom-Haus wieder stattfinden kann. Es war ein Segen zu sehen, wie viel Freude bei diesen Treffen unter den Überlebenden aufkommt. Bozena Gasiorowski, die Leiterin des Shalom-Haus-Projekts, sagte noch: „Als die Quarantäne aufgehoben wurde, war ich mir nicht sicher, ob wir damit beginnen sollten, die Überlebenden zu besuchen. Ich dachte es wäre zu aufwendig unter diesen schwierigen Umständen zusammenzukommen. Aber wir können nicht auf die perfekten Umstände warten, besonders nicht bei den Überlebenden, die sich dem Ende ihres Lebens nähern. Wir sind also auf Reise gegangen und das Ergebnis war erstaunlich. Obwohl es unangenehm war mit den Masken zu arbeiten und auf Distanz zu bleiben, hat es sich gelohnt, die Überlebenden zu sehen und die freudigen Blicke waren alle Mühe wert.“

(Fotos: Helping Hand Coalition)