Beim diesjährigen Jerusalem-Marsch haben auch wieder Tausende Christen aus aller Welt teilgenommen. Damit drückten sie ihre Unterstützung für Israel aus.

Während des diesjährigen Laubhüttenfestes nahmen rund 70.000 Menschen am Jerusalem-Marsch am 17.Oktober 2019 teil. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

 

Am 17. Oktober 2019 beteiligten sich insgesamt 70.000 Menschen bei dem mittlerweile schon traditionellen Marsch während des Laubhüttenfestes in der Davidsstadt, berichtete die Nachrichtenseite „Kippa“. Den Festumzug organisiert die Jerusalemer Stadtverwaltung seit dem Jahr 1955.

Israelis zeigten sich durch den zur Schau gestellten Zuspruch beeindruckt. „Großartig, großartig, einfach nur großartig!“, rief etwa Ruti. Die nationalreligiöse Jüdin ist sichtlich begeistert: „Diese Menschen kommen aus der ganzen Welt, um uns ihre Unterstützung zu zeigen.“

Die 25-jährige Jerusalemerin kommt jedes Jahr zum Stadtmarsch. „Das ist der Wahnsinn, was es sich diese Leute kosten lassen, um uns eine Freude zu machen.“ Ruti ist gar nicht mehr zu bremsen: „Das ganze Jahr hören wir von Antisemitismus in England, den USA und Deutschland. Und dann sowas! Und sogar aus Ägypten und dem Irak sind Menschen gekommen. Eigentlich müssten viel mehr von uns kommen, um diesen Leuten diese Liebe zurückzugeben. Ich möchte sie am liebsten alle umarmen. Das zu erleben, ist einfach nur ermutigend!“

Die Beteiligung der Christen erklärt sich auch durch die Veranstaltungen der Christlichen Botschaft in Jerusalem (ICEJ) zum Laubhüttenfest. In diesem Jahr sind nach deren Angaben 5.000 Christen aus fast 100 Ländern nach Israel gekommen. Das Laubhüttenfest ist das einzige jüdische Pilgerfest, zu dem die nichtjüdischen Nationen ausdrücklich eingeladen sind, wie es in der Bibel bei Sacharja 14,16 nachzulesen ist. (Israelnetz)