Israel hat in der abgelaufenen Woche jeden Tag weniger als 50 Corona-Neuinfizierte gezählt. Bis zum 15. Mai 2020 (mittags) wurden 16.589 Infektionen im lande registriert, 12.587 Betroffene sind genesen.

In der Öffentlichkeit gelten in Israel noch strenge Regeln gegen das Coronavirus, insbesondere das Tragen von Schutzmasken, wie auf dem Mahane Jehuda Markt in Jerusalem (Bild). Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

 

Derzeit werden 50 Patienten in israelischen Krankenhäusern beatmet. 266 Menschen mit dem Coronavirus sind in Israel gestorben.

Wegen des positiven Trends sollen ab dem 17. Mai 2020 in den meisten Teilen des Landes alle Kinder wieder die Schule besuchen können. Das kündigte das Büro des Premierministers am 14. Mai 2020 an. Ab dem 20. Mai 2020 sollen auch die Strände des Landes für Besucher wieder geöffnet werden.  

Israelische Soldaten und Palästinenser verteilen Lebensmittel in Ostjerusalem

Bereits seit Wochen verteilen wegen der Corona-Krise israelische Soldaten tausende Lebensmittelpakete und medizinische Güter an bedürftige Familien in Ostjerusalem. Unterstützt werden sie dabei von palästinensischen Aktivisten – für die Sicherheitskräfte und viele Bewohner ein ungewohntes Bild.

„In den vergangenen Wochen, und insbesondere seit Beginn des Fastenmonats Ramadan, haben wir den Bewohnern der arabischen Viertel in Jerusalem beträchtliche Hilfe geleistet“, erklärte Oberst Scharon Gat der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Die Hilfsaktion wird gemeinsam mit der Jerusalemer Stadtverwaltung und deren Gemeindezentren koordiniert. Nach dem Ausbruch des Coronavirus hätten die Bewohner Ostjerusalems die Stadtverwaltung um Hilfe gebeten. Diese habe sich bereiterklärt, in dieser „humanitären Angelegenheit“ zu helfen.

Überrascht zeigt sich Gat von der großen Dankbarkeit, die viele Bewohner in den sozialen Medien zum Ausdruck bringen. Die gesamte Aktion sei „ein historisches Ereignis“. Noch nie hätten die israelische Verteidigungskräfte eine solche Operation in Ostjerusalem durchgeführt. Für ihn persönlich spiele dabei keine Rolle, ob er Juden, Arabern, religiösen oder säkularen Menschen diene. Er helfe einfach den Menschen, die darauf angewiesen sind.

Positiv empfindet Gat ebenfalls die Bereitschaft dutzender Palästinenser, bei der Verteilung der Hilfsgüter zu helfen. Obwohl es in der jüngeren Vergangenheit viele Konflikte zwischen israelischen Behörden und palästinensischen Aktivisten gegeben habe, hätten viele der freiwilligen Helfer gesagt: „Lassen wir die Politik beiseite und arbeiten wir zusammen“. (Israelnetz)