Der dritte Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Israel wurde am 7. Januar 2021 für zunächst 14 Tage verschärft. Dafür stimmte das israelische Parlament (Knesset) am 6. Januar 2021 nach einem Beschluss des Corona-Kabinetts am Tag zuvor.

Beten an der Westmauer in Jerusalem unter Corona-Einschränkungen am 8. Januar 2021. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

 

Der „enge Lockdown“ bedeutet unter anderem, dass Schulen und Unternehmen grundsätzlich, aber mit Ausnahmen, geschlossen werden. Zudem ist es verboten, das Haus einer anderen Person zu betreten, sich weiter als 1 km von zu Hause zu entfernen – mit Ausnahmen z. B. bei Impfungen oder Arztbesuchen; Handel, Freizeit und Unterhaltung sind weitgehend geschlossen und der öffentliche Verkehr ist auf 50% reduziert. Auch Versammlungen sind begrenzt: Im Freien dürfen 20 Menschen zusammenkommen, in geschlossenen Räumen 10 Personen.

Der dritte Lockdown in Israel wurde am 27. Dezember 2020 verordnet, reichte aber nicht aus, die Corona-Pandemie im Lande wirksam einzudämmen. Daher wurden die Maßnahmen ab dem 7. Januar 2021 verschärft. Bereits im April und September 2020 waren in Israel Lockdowns in Kraft, nach deren Lockerungen die Zahl der Neuinfektionen aber jeweils wieder anstieg.

 

1,7 Millionen Impfungen

Bis zum Morgen des 8. Januar 2021 sind in Israel bereits 1,7 Millionen Menschen gegen COVID-19 geimpft worden. Premierminister Benjamin Netanjahu hat allen Israelis über 16 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus bis Ende März 2021 zugesagt. Mit dem Hersteller Pfizer gebe es eine entsprechende Vereinbarung für die Lieferung von Impfdosen. Am 7. Januar 2021 waren zudem 100.000 Dosen des im Land neu zugelassenen Moderna-Impfstoffs eingetroffen. (Israelnetz/Redaktion)