Die letzte Station der jüngsten Europa-Reise des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu war London. Dort traf er am 6. Juni 2018 mit der britischen Regierungschefin Theresa May zusammen. Wie auch zuvor in Berlin und Paris ging es Netanjahu darum, die iranische Bedrohung zu besprechen. Nach seiner Aussage stehen dabei zwei Anliegen im Vordergrund: Sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelt, und dafür zu sorgen, dass er sich aus Syrien zurückzieht.

Israels Premier Netanjahu und die britische Regierungschefin May am 6. Juni 2018 in London. Foto: GPO/Haim Zach

Netanjahu sagte bezüglich der Gaza-Proteste, diese seien nicht friedlich – „im Gegenteil“. „Es ist die Taktik der Terroristen, die zivile Ziele angreifen und sich hinter Zivilisten verstecken. (…) Wir sollten das verurteilen, und darüber sprechen, wie wir das verhindern können.“

May betonte ihrerseits, am Atomabkommen mit dem Iran festhalten zu wollen. Dies sei der „beste Weg, um den Iran von der Entwicklung einer Atomwaffe abzuhalten“, sagte sie laut Mitteilung ihre Büros. Beide Regierungschefs seien sich einig, dass der Iran besonders in Syrien zurückgedrängt werden müsse.

Die britische Regierungschefin äußerte sich besorgt über die Toten bei den Protesten am Gaza-Grenzzaun. Zugleich betonte sie gegenüber ihrem Amtskollegen, Israel habe das Recht, sich gegen Extremisten und Terroristen zu verteidigen.

In London traf sich Netanjahu auch mit dem britischen Außenminister Boris Johnson. Dieser verurteilte das Raketenfeuer auf Israel. Darüberhinaus forderte er eine unabhängige Untersuchung zu den toten Palästinensern infolge der Proteste am Grenzzaun zum Gazastreifen. Johnson betonte zudem, Großbritannien setze sich weiterhin für eine Zwei-Staaten-Lösung ein. (Israelnetz)

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