Im jüdischen Glauben feiert man mit der Bar Mitzva (bei Jungen) oder der Bat Mitzva (bei Mädchen) den Schritt zur religiösen Mündigkeit und den Übergang zum Erwachsen werden. Jungen im Alter von 13 Jahren und Mädchen im Alter von 12 Jahren übernehmen dabei die Verantwortung die Mitzwa (Gebot im Judentum das von der talmudischen Literatur in der Tora benannt wird oder aber auch von Rabbinern festgelegt werden kann) zu beachten. Diese Feier ist ein wichtiger geistlicher Schritt im jüdischen Glauben und ein wichtiger Tag im Leben der jungen Menschen.

Acht Jungen und sechs Mädchen durften an diesem Tag ihre Bar-/Bat Mitzva feiern. Ein besonderer Tag im Leben der jungen Menschen.

Im März durften 14 Jugendliche aus dem ,,First Home in the Homeland“-Programm ihre Bar-/Bat Mitzvah in Jerusalem feiern. Sie stammen zum Teil aus verschiedenen Nationen wie Russland, Moldawien, Kasachstan oder aus der Ukraine und leben inzwischen in verschiedenen Kibbuz verstreut über ganz Israel. Nun haben sie sich alle an der Klagemauer in Jerusalem zusammengefunden. Acht Jungen und sechs Mädchen, zusammen mit ihren Eltern, sind gekommen, um den bedeutsamen und wichtigen Schritt der Bar-/Bat Mitzva zu gehen.

Der Tag startet in der ,,Weizmann Hall“, ein historischer Ort im Büro der Jewish Agency of Israel (JAFI). Am 27. Dezember 1949 fand hier die erste Versammlung der israelischen Knesset statt. Roger van Ordt (Christen an der Seite Israels – Holland), Hans und Marie-Louise Weissenböck (Christen an der Seite Israels – Österreich) sind mit dabei und dürfen dieses geistliche Fest zusammen mit den Jugendlichen feiern. Dr. David Breakstone, stellvertretender Vorsitzender der Jewish Agency, erwähnt in seiner Rede wie das Volk Israel über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Hilfe von Freunden aus anderen Nationen bekommen hat.

Roger zitiert Jeremiah 32,41: ,,Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Lande einpflanzen in beständiger Treue, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“

Die Jungen hatten die wichtigsten Gebete gelernt und schrieben sie auf traditionelle Weise auf.

Später gab es noch eine besondere Zeit des Gedenkens in den Tunneln unter der Klagemauer. Dabei wurden Kerzen für Holocaust-überlebende angezündet, welche die Bar-/Bat Mitzvah damals wegen der schlimmen und grausamen Lebensumstände nicht feiern konnten. Svetlana Homuk aus der Ukraine, eine Mutter von einem der Jungen welcher an diesem Tag seine Bar Mitzva gefeiert hat, erzählt: ,,Mein Großvater war ein Rabbi in der Gegend um Kiev. Unsere Familie hat für lange Zeit Verfolgung erlebt. In Kiev haben wir heimlich für viele Jahre eine Torah-Rolle aufbewahrt. Mein Traum war es, irgendwand meinen Sohn einen Teil aus dieser Torah-Rolle lesen zu hören. Heute ist dieser Traum wahr geworden.“

Für die Jungen und Mädchen war es definitiv ein ganz besonderer Tag in ihrem Leben, welcher auch durch die Hilfe und Unterstützung von Christen an der Seite Israels ermöglicht wurde. Im Folgenden sehen Sie weitere Bilder und ein Video (Englisch) von diesem außergewöhnlichen Tag.

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