Tschechiens Präsident Miloš Zeman treibt die Verlegung der tschechisch-israelischen Botschaft nach Jerusalem voran. Den Umzug zu erreichen, sei vorrangig, sagte der Politiker laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Der tschechische Präsident Milos Zeman (links) bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu  Netanjahu in Jerusalem am 7. Oktober 2013. Foto: Kobi Gideon/GPO/FLASH90

Zeman hatte bereits im Dezember 2017 erklärt, dass jeder Staat selbst über seine Hauptstadt entscheiden könne. Offenbar will der Politiker, der sich selbst als „Verteidiger Israels“ bezeichnet, durch seine neuerlichen Äußerungen erreichen, dass die Jerusalem-Frage neu diskutiert wird. Es gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich, dass die Regierung dem Willen des Präsidenten folgt. Das Außenministerium wies den Vorschlag Zemans bereits zurück – auch weil man über kein passendes Grundstück in Jerusalem verfüge.

Tschechien hatte sich am 21. Dezember 2017 bei der UN-Abstimmung gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels enthalten – zusammen mit 34 weiteren Staaten; sieben Länder stimmten gegen die Resolution, unter ihnen neben Israel auch die USA und Guatemala, 128 Länder stimmten dafür, 21 Staaten waren nicht vertreten. UN-Abstimmungen sind völkerrechtlich nicht bindend, sondern haben nur symbolischen Charakter. (Redaktion/Israelnetz)  

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