Wie Israel den Palästinensern im Unwetter half

Winterliche Hilfe: Das israelische Militär hat die Menschen in den palästinensischen Gebieten während des Wintersturmes in vielen Belangen unterstützt. Unter anderem befreiten Soldaten Palästinenser, die in ihren Fahrzeugen feststeckten.

Winterliche Hilfe: Das israelische Militär hat die Menschen in den palästinensischen Gebieten während des Wintersturmes in vielen Belangen unterstützt. Unter anderem befreiten Soldaten Palästinenser, die in ihren Fahrzeugen feststeckten.

Das israelische Außenministerium zieht nach den Unwettern vom 11. bis 14. Dezember Bilanz. Demnach hatten Palästinenser sowohl im Westjordanland als auch im Gazastreifen unter anhaltenden Stromausfällen zu leiden. Im Gazastreifen wurden 760 Familien aus ihren Häusern evakuiert, etwa 1.000 Wohngebäude wurden schwer beschädigt. Im Westjordanland waren viele Straßen blockiert. Das staatliche Krankenhaus in Ramallah wurde von der Wasserversorgung abgeschnitten.
Die Armee und die israelische Militärverwaltung in den Palästinensergebieten (COGAT) haben sich während des ungewöhnlichen Winterwetters bemüht, den Bewohnern zu helfen. So wurden am 13. Dezember 2013 vier Wasserpumpen der israelischen Wassergesellschaft „Mekorot“ in den Gazastreifen gebracht, der unter Überschwemmungen zu leiden hatte. Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge, UNRWA, orderte zusätzlich 10.000 Liter Diesel, damit die Pumpen funktionieren.
Am 15. Dezember 2013 wurde der Warenübergang Kerem Schalom erstmals für den Personenverkehr geöffnet. Dadurch konnten 16 Personen in den Gazastreifen gelangen. Unter ihnen waren zwei ausländische Hilfsarbeiter sowie Patienten, die von einer Behandlung in Israel zurückkehrten. Zwei Menschen reisten nach Israel aus. Ferner gab es zwei Transfers von Krankenwagen.
Treibstoff und Vorräte erreichten über Kerem Schalom den Küstenstreifen, darunter zwei Lastwagen mit Notvorräten vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK). 148 Lastwagen mit Verbrauchsgüternn durchquerten den Übergang. „Palästinenser im Gazastreifen haben ihre Dankbarkeit für die israelische Unterstützung geäußert“, merkt das Außenministerium an.
Im Westjordanland befreiten Armeeangehörige bei Nablus und im Raum Ramallah Palästinenser, die in ihren Fahrzeugen eingeschlossen waren. Überdies wurde ein palästinensischer Krankenwagen, der wegen der Wetterbedingungen stehen geblieben war, mit Hilfe des Militärs wieder flott gemacht. Drei schwangere Palästinenserinnen, die bei Hebron feststeckten, wurden evakuiert. Die Armee bot auch einen Hubschrauber für eine der Frauen an.
Am 15. Dezember 2013 räumten Militärfahrzeuge die schneebedeckte Zufahrt zu der Ortschaft Nabi Samuil nördlich von Jerusalem. Soldaten und Beamte von COGAT versorgten die palästinensischen Bewohner mit Lebensmitteln. (Israelnetz)

Bild: Wegen der heftigen Schneefälle zwischen dem 11. und 14. Dezember 2013 kam es auf vielen Straßen Israels und der Palästinensischen Autonomie zu Staus, wie hier auf der Autobahn zwischen Jerusalem und Tel Aviv am 15. Dezember 2013. Foto: Daniel Cohen/Flash 90

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