Westliche Länder signalisieren Unterstützung für Israel

Während der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auch am 10. Juli 2014 unvermindert weitergeht, fordern israelische Politiker Verständnis für die Gegenschläge ihrer Armee. Westliche Politiker signalisieren Unterstützung.

Während der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auch am 10. Juli 2014 unvermindert weitergeht, fordern israelische Politiker Verständnis für die Gegenschläge ihrer Armee. Westliche Politiker signalisieren Unterstützung.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu telefonierte am 9. Juli 2014 mit mehreren Politikern, darunter mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. In den Gesprächen warf er der Terror-Gruppe Hamas ein „doppeltes Kriegsverbrechen“ vor: „Die Hamas versucht, israelische Bürger zu treffen, und sie verwendet die Bevölkerung im Gazastreifen als menschliche Schutzschilde.“ Dafür müsse die Terror-Gruppe zur Verantwortung gezogen werden, betonte Netanjahu in den Telefonaten mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Außenminister John Kerry und dem britischen Premier David Cameron.

Merkel verurteilte die Raketenangriffe auf Israel ebenso wie Cameron. Letzterer bekräftigte die „feste Unterstützung für Israel angesichts solcher Angriffe“. Der kanadische Regierungschef Stephen Harper forderte die Hamas auf, die „gezielten Angriffe auf Israels Bürger“ zu beenden.

US-Außenminister John Kerry wandte sich sowohl an Netanjahu wie auch an den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas . Dabei forderte er beide Seiten auf, die Lage zu entschärfen. Der Nahe Osten befinde sich in einem „gefährlichen Moment“. Zugleich betonte Kerry, Israel habe das Recht, sich gegen die Raketenangriffe zur Wehr zu setzen. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman forderte die Weltgemeinschaft auf, Israels Recht auf Selbstverteidigung zu akzeptieren. Er wandte sich in einem Brief an seine Amtskollegen und rief diese auf, den Raketenbeschuss auf Israel zu verurteilen. Die Weltgemeinschaft müsse Schritte unternehmen, um die „terroristische Infrastruktur“ der Hamas zu zerstören.

Raketenbeschuss hält an

Die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen gehen indes auch am 10. Juli 2014 unvermindert weiter. Größere Städte in Israel wie Tel Aviv standen unter Beschuss, mehrere Raketen wurden abgefangen. Die Terroristen feuerten dabei auch drei Raketen auf den Atom-Reaktor bei Dimona ab. Das Abwehrsystem „Eisenkuppel“ fing eines dieser Geschosse ab, zwei Raketen landeten auf offenem Feld.

Nach Angaben der israelischen Armee wurden seit der Nacht zum 8. Juli 2014, als die Operation „Starker Fels“ begann, mehr als 370 Raketen auf Israel abgefeuert. Israel griff im selben Zeitraum mehr als 360 Ziele im Gazastreifen an. Wie die palästinenischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ meldet, kamen bei den israelischen Angriffen seit Beginn der Operation bis zum Mittag des 10. Juli 81 Palästinenser um, 550 erlitten Verletzungen. (Israelnetz)

Bild: Ein israelischer Soldat bei einer Batterie des Abwehrsystems „Eisenkuppel“, mit dem schon zahlreiche Hamas-Raketen zerstört werden konnten. Foto:Flash90

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