Auf dem Militärfriedhof auf dem Herzlberg in Jerusalem wurde am 26. April 2017 die Zeremonie „Eine Flagge für jeden Gefallenen“ durchgeführt. Dabei wird auf den Gräbern von gefallenen Soldaten und Polizisten jeweils eine kleine israelische Flagge eingesteckt.

Israelische Soldaten bei der Zeremonie „Eine Flagge für jeden Gefallenen“ am 26. April 2017 auf dem Militärfriedhof auf dem Herzlberg in Jerusalem. Foto: Hadas Parush/Flash90.

Der Gefallenen-Gedenktag fällt in diesem Jahr auf den 1. Mai und beginnt am Vorabend mit Sirenengeheul. Anschließend folgt die Zeremonie an der Jerusalemer Klagemauer. Am 1. Mai 2017 ertönen um 11 Uhr erneut Sirenen. Darauf folgen weitere zentrale und örtliche Zeremonien. Zahlreiche Angehörige besuchen die Gräber ihrer Lieben auf den 52 Militärfriedhöfen in Israel.

Am Abend des 1. Mai 2017 geht der Gedenktag nahtlos in den 69. israelischen Unabhängigkeitstag über, den Jom HaAtzma‘ut. Die Trauer über die Gefallenen wandelt sich dann in Freude.

Israel beklagt 23.544 Gefallene und Terror-Opfer

Im vergangenen Jahreszeitraum musste Israel weitere 97 Gefallene und Terror-Opfer hinnehmen. Zum diesjährigen Gedenktag eröffnet die Nationale Gedenkhalle auf dem Herzlberg.

Israel gedenkt am 1. Mai 2017 seiner 23.544 Gefallenen. Das Verteidigungsministerium hat diese Zahl im Vorfeld des Jom HaSikaron, des Gedenktags für die Gefallenen und Terror-Opfer, veröffentlicht. Zu den Gezählten gehören Kämpfer, Soldaten, Polizisten und Terror-Opfer, die im Kampf um den jüdischen Staat getötet wurden. Die Zählung beginnt im Jahr 1860. Damals fingen die Jerusalemer Juden an, zu expandieren und außerhalb der Altstadtmauern Wohngebiete zu errichten.

Seit dem letzten Gedenktag am 6. Mai 2016 sind 97 Opfer hinzugekommen. Dazu gehören 37 Soldaten, die an ihren Kampfverletzungen gestorben sind. Im Jahreszeitraum zuvor waren es 68 Opfer, die zu der Statistik hinzukamen.

Das Leid betrifft auch die Angehörigen. Die Zahl der Eltern, die den Tod ihrer Kinder beklagen, beläuft sich auf 9.157. Hinzu kommen 4.881 Witwen und 1.843 Waisen unter 30 Jahre.

Am Abend des 30. April 2017– nach jüdischem Kalender beginnt dann der 4. Tag des Monats Ijar – werden um 20 Uhr Ortszeit eine Minute lang Sirenen zu hören sein. Sie läuten den Gedenktag ein. Auch am Morgen des 1. Mai ertönen Sirenen, dieses Mal zwei Minuten lang. Darauf folgen dann verschiedene Gedenkveranstaltungen. Das Gedenken verläuft auch sehr praktisch: Gräber werden gepflegt, beschädigte oder alte Grabsteine werden ersetzt.

Neue Gedenkhalle wird eröffnet

In der neuen Gedenkhalle auf dem Militärfriedhof auf dem Herzlberg sind die Namen aller Gefallenen auf jeweils einem Ziegelstein eingraviert. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Zum diesjährigen Gedenktag eröffnet auch die neu errichtete Nationale Gedenkhalle auf dem Herzlberg. Das Gebäude liegt am Eingang des dortigen Militärfriedhofs und nahe der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Im Innern der Halle sind auf Ziegeln die Namen der Gefallenen eingetragen. Eine Ziegelsäule im Zentrum erhebt sich 18 Meter hoch in den Himmel. An Computern können Besucher Informationen zu den einzelnen Opfern abrufen. Zum Jahrestag des jeweiligen Todes wird eine Kerze für die Opfer entzündet.

Die Bauarbeiten begannen im Januar 2015 – noch sind sie nicht ganz abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich laut Onlinezeitung „Times of Israel“ auf umgerechnet 22 Millionen Euro. (Israelnetz)

 

 

 

 

 

 

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