Vor dem Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence in Israel rief Premierminister Benjamin Netanjahu Europa dazu auf, Änderungen beim Atomabkommen mit dem Iran vorzunehmen. Der israelische Regierungschef sagte bei einer Botschafter-Konferenz am 21. Januar 2018 im Außenministerium in Jerusalem u.a.:

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bei der Botschafter-Konferenz am 21. Januar 2018 in Jerusalem. Foto: GPO/Haim Zach

„Heute Abend begrüßen wir US-Vizepräsident Mike Pence, einen großartigen Freund Israels. Wir werden ihn mit Wärme und Stolz willkommen heißen. Ich werde mit ihm zwei Themen besprechen: Frieden und Sicherheit.
 
Zum Frieden habe ich eine Botschaft an (den Palästinenser-Präsidenten) Abu Mazen: Es gibt keine Alternative für die amerikanische Führung im diplomatischen Prozess. Wer nicht bereit ist, mit den Amerikanern über Frieden zu sprechen – will keinen Frieden.
 
Zur Sicherheit habe ich eine Botschaft für die Länder Europas: Ich schlage vor, dass sie Präsident Trumps Worte ernst nehmen.
 
Wenn sie das Atomabkommen mit dem Iran aufrechterhalten wollen, müssen sie Änderungen des Abkommens vorschlagen, die verhindern, dass der Iran nuklear wird, was sie und die ganze Welt bedroht“, so Netanjahu.

Pence beharrt auf Jerusalem-Entscheidung

Der US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence hat in Jordanien die Jerusalem-Entscheidung der USA bekräftigt. Bei einem Treffen mit König Abdullah II. am 21. Januar 2018 in Amman betonte er, die Entscheidung ändere nichts am Status quo am Tempelberg; Jordanien verwalte weiterhin das Areal. Abdullah II. kritisierte hingegen laut der jordanischen Nachrichtenagentur „Petra“ die Entscheidung, da sie nicht als Teil einer umfassenden Friedensregelung zustande gekommen sei. Nach dem Treffen reiste Pence weiter nach Israel, wo er den israelischen Premier Benjamin Netanjahu trifft. Zudem hält er am 22. Januar 2018 eine Rede in der Knesset. (Redaktion/Israelnetz)

 

 

Pin It on Pinterest

Shares
Share This