Wegen der Metall-Detektoren am Löwentor nahe des Tempelberges in Jerusalem hat der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, angekündigt, alle Kontakte zu Israel abzubrechen. Außerdem bat der PA-Chef die USA um Vermittlung in der Angelegenheit. Unterdessen haben Schweden, Frankreich und Ägypten eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt.

Die neuen Metall-Detektoren am Löwentor in Jerusalem, die nach dem Anschlag am 14. Juli 2017 aufgestellt wurden. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Auslöser für die derzeitige Krise ist ein Terrorangriff am 14. Juli 2017 nahe des Löwentors unweit des Tempelberges, bei dem zwei israelische Polizisten ermordet wurden und ein weiterer Verletzungen erlitt. Die drei geflüchteten Attentäter wurden auf dem Tempelberg erschossen.

Nachfolgend hatten israelische Sicherheitskräfte den Tempelberg zunächst für alle Besucher abgesperrt und dann Metall-Detektoren am Löwentor aufgestellt, die Muslime durchqueren müssen, wenn sie auf das Areal am Felsendom möchten. Ferner wurden zusätzliche Überwachungskameras installiert. Als Reaktion kam es zu heftigen Protesten von Tausenden Arabern gegen diese Sicherheitsmaßnahmen, die Waffen aufspüren und Anschläge am und auf dem Tempelberg verhindern soll.

Die islamische Aufsichtsbehörde Wakf rief Muslime dazu auf, nicht durch die Metalldetektoren auf den Tempelberg zu gehen. Deshalb beteten viele in der Nähe des Löwentors zur Jerusalemer Altstadt.

Israels Premierminister Netanjahu versicherte, dass der Status quo auf dem Tempelberg  beibehalten werde. Demnach haben Muslime Zugang zu der heiligen Stätte, während Juden das Areal zwar betreten, dort aber nicht beten dürfen.

 

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