Der israelische Gesundheitsminister Ja’akov Litzman (Vereinigtes Torah-Judentum) hat seinen Rücktritt erklärt. Ein entsprechendes Schreiben soll Regierungschef Benjamin Netanjahu am 26. November 2017 erhalten.

Der israelische Gesundheitsminister Ja’akov Litzman (rechts) am 26. Oktober 2017 in einer Grundschulklasse in Jerusalem, in der er die Schüler über Gesundheitsfragen informierte. Foto: Hadas Parush/Flash90

Grund für den Schritt ist eine Ankündigung des Wohlfahrtsministers Haim Katz (Likud), derzufolge Nichtjuden weiterhin Arbeiten an Bahngleisen während des Schabbat vornehmen können. Am Ruhetag bestehe weniger Gefahr für Leib und Leben. Litzman erklärte hingegen, die Arbeiten seien auch unter der Woche möglich. Beim Schabbat könne es keine Kompromisse geben.

Ja‘akov Litzman wurde im September 2015 als erstes Mitglied seiner ultra-orthodoxen Partei zu einem israelischen Minister gewählt worden. Das Vereinigte Torah-Judentum hatte es bis dahin vermieden, Minister zu stellen. Denn viele ultra-orthodoxe Israelis lehnen einen säkularen jüdischen Staat ab. Doch im August 2015 erhielt der Politiker die rabbinische Bewilligung für das von ihm angestrebte Amt.

Gegen Sufganiot

Litzman hat während seiner Amtszeit wiederholt für Aufsehen gesorgt, indem er vor bestimmten Nahrungsmitteln warnte, insbesondere vor Fastfood und vor Sufganiot, also Fettgebäck, das mit Marmelade, Schokolade oder anderen süßen Inhalten gefüllt ist und in Israel gern zum Chanukkah-Fest gern gegessen wird. „Ich rufe die Öffentlichkeit auf, sich des Essens von Sufganiot zu enthalten, die reich an Fett sind“, sagte der Politiker des Vereinigten Torah-Judentums im Dezember 2016 auf einem Kongress in Herzlija. Diesen richtete die Organisation „Mehajom“ aus, die sich für einen gesunden Lebensstil einsetzt. Der hebräische Name bedeutet übersetzt „Ab heute“. Die Kongressleitung hatte der Vorsitzende des Nationalen Diabetesrates, Itamar Ras.

Litzman ergänzte laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Man kann heute für alles Alternativen finden. Es ist nicht nötig, dass wir unsere Kinder mit Sufganiot mästen, die nicht zu den Werten Gesundheit und richtige Ernährung passen.“ (Israelnetz/Redaktion)

 

 

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