Viele von uns beschäftigt die Entscheidung des US-Präsidenten Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Hier finden Sie eine kurze Stellungnahme von uns als Vorstand von Christen an der Seite Israels sowie eine ausführlichere Stellungnahme von Christians for Israel International und einen Link zur Stellungnahme der Initiative 27. Januar.

Gottes Segen und freundliche Grüße,
Harald Eckert (Christen an der Seite Israels, 1. Vorsitzender)

Stellungnahme von Christen an der Seite Israels zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die US-Regierung

Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Und das schon seit Jahrzehnten. Dies ist eine simple Wahrheit, wie sie dem Stand der Dinge entspricht. US-Präsident Trump erkennt diese Wahrheit an, wenn er die US-Botschaft nach Jerusalem verlegen lässt, während all die anderen Nationen, die sich dem entgegenstellen, diese Wahrheit verschleiern. Gegen diese Verschleierung steht Trump auf und das ist gut so. Wahrheit ist eine Gottesgabe. Wahrheit hilft, Wahrheit klärt, Wahrheit weist den Weg und macht frei. Von daher sollte es für Christen selbstverständlich sein, Wahrheit willkommen zu heißen. Selbst wenn dies kurzfristig Schwierigkeiten mit sich bringt.

Jerusalem ist nicht von ungefähr die Hauptstadt Israels. Jerusalem war nie die Hauptstadt eines anderen Staates, doch wurde die Stadt bereits unter König David zur Hauptstadt Israels (lange bevor es das Christentum oder den Islam überhaupt gab). Dies wiederum hat seinen Grund darin, dass Gott diese Stadt erwählt und damit für sich reklamiert hat: „Jerusalem habe ich erwählt, dass mein Name daselbst sei, und David habe ich erwählt, dass er über mein Volk Israel herrsche“ (2 Chr 6,6). Manche Christen meinen, dass dies heute nicht mehr gilt. Doch dem ist nicht so. Für Jesus war es eindeutig, dass Jerusalem die Stadt Gottes ist (die „Stadt des großen Königs“; Mt 5,35) und deshalb in Zeiten endzeitlicher Wiederherstellung wieder in jüdischer bzw. in Gottes Hand sein wird: „Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden“ (Lk 21,24) – dann kommt Jerusalem endgültig in seine Bestimmung. Diese ist schon von alter Zeit her bekannt und ist heute noch immer Gegenstand biblisch begründeter Erwartung:

„O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden!“ (Jes 62,6+7)

Präsident Trump ist sicherlich nicht der Retter Jerusalems. Aber er erweist sich in diesen Tagen als ein Politiker, der zu einer offenkundigen Wahrheit steht. Zu einer Wahrheit, die dazuhin noch auf der biblischen Linie liegt. Jerusalem ist die Hauptstadt Israels und wird das auch bleiben. Dies mit Taten unterstrichen zu haben, ist Trumps Verdienst.

Auf diesem Hintergrund begrüßen wir die Stellungnahme der Initiative 27. Januar (Link unten). 

PS: Zur biblischen Geschichte und Bedeutung Jerusalems verweisen wir auf unser Dossier Nr. 2: „Jerusalem, Stadt des Herrn und Brennpunkt der Geschichte“ (zur Bestellung auf das Cover-Bild klicken).

Stellungnahme von Christians for Israel International, der weltweiten Dachorganisation von Christen an der Seite Israels

Christians for Israel begrüßt Präsident Trumps lang ersehnte Entscheidung vom 6.Dezember 2017, Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anzuerkennen und die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

Die Entscheidung hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die meisten Staatsoberhäupter, die Medien und Meinungsbildner haben mit Empörung, Einwand oder einfachem Unglauben reagiert. Viele argumentieren, dass Präsident Trump persönliche Interessen vor den Interessen seiner Nation oder der Welt verfolgt. Es besteht kaum Zweifel, dass die Entscheidung diplomatische Reaktionen und eine Welle von Gewalt islamischer Extremisten auslösen wird.

Dies macht die Entscheidung umso bemerkenswerter. Und mutig.

Freilich bedeutet die Entscheidung nichts besonders Neues. Wie Präsident Trump selbst gesagt hat, ist sie lediglich die Herbeiführung einer Entscheidung, die zwar vor Jahrzehnten schon getroffen, aber nie umgesetzt wurde. Und sie erkennt die Realität vor Ort an – dass Jerusalem seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 tatsächlich die Hauptstadt des Staates Israel ist. Jerusalem ist Sitz des israelischen Parlaments (Knesset) und der meisten anderen nationalen Institutionen.

Die Entscheidung bestätigt die historische Tatsache, dass Jerusalem (Zion) die geistliche, religiöse, nationale und historische Hauptstadt des jüdischen Volkes ist. Es war das jüdische Volk, das Jerusalem erstmals unter König David als seine Hauptstadt etablierte. Hier bauten sie den Tempel. Und es ist Jerusalem, das das Herzstück aller jüdischen Hoffnungen und Träume eines Weltfriedens unter dem Messias verkörpert.

Der Präsident von „Christians for Israel International“, Rev. Willem J.J. Glashouwer, Autor des Buches „Why Jerusalem?“, erkärte: „Aus biblischer Sicht bestätigt diese Entscheidung die Bedeutung Jerusalems in Gottes Absichten. Die Propheten sagen uns, dass Jerusalem von den Heiden zertreten wird, bis die Fülle der Zeit der Nationen erreicht ist.  Der Prophet Sacharja prophezeite, dass Jerusalem zu einem „Taumelbecher“ und zu einem „Stolperstein“ für die Nationen werden würde und dass sich die Nationen in den letzten Tagen gegen Jerusalem versammeln werden. Diese mutige Entscheidung und die wilden Reaktionen, die es entfesselt, zeigen, dass Jerusalem tatsächlich ein völlig irrationales Chaos unter den Nationen verursacht. Es könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass die Zeiten der Heiden zu Ende gehen und der Beginn der Einrichtung Jerusalems als Hauptstadt der Welt eingeläutet wird – der Ort, von dem das Wort des Herrn ausgehen wird, wenn der Messias unter den Nationen richtet – wenn der Messias kommt.“

Geschäftsführer Andrew Tucker: „Aus der Perspektive des internationalen Rechts und der internationalen Beziehungen ist die Antwort auf Trumps Entscheidung bemerkenswert und unterstreicht einfach die unfaire und diskriminierende Behandlung Israels in der Welt. Jedes Land auf der Erde hat das Recht, seine Hauptstadt zu bestimmen; Israel sollte auch nicht anders behandelt werden. Obwohl Jerusalem in der Balfour-Erklärung (1917) und im Mandat für Palästina (1920 – 1948) nicht speziell erwähnt wird, besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass es die Absicht aller Nationen war, als sie das Mandat beschlossen, dass Jerusalem in der jüdischen Heimstätte mit einbezogen sein würde, die ‚in Palästina‘ wiederhergestellt werden sollte.“

Die Entscheidung kommt nur wenige Tage nach der Verabschiedung einer Resolution durch die UN-Vollversammlung am 30. November, in der erklärt wird, dass Israels Regierung in Jerusalem „illegal und daher null und nichtig“ sei. Tucker: „Das ist reine Rhetorik, denn die Vereinten Nationen haben keine Macht, eine verbindliche Entscheidung in dieser Angelegenheit zu treffen. Nichtsdestotrotz zeigt es, dass eine Mehrheit der Nationen erbittert gegen Israels Kontrolle über Jerusalem ist. Wir werden in naher Zukunft noch viele weitere Resolutionen wie diese sehen mit dem Ziel, diplomatische, legale und vielleicht sogar militärische Aktionen zu rechtfertigen, um die israelische Präsenz in Jerusalem zu beseitigen.“

Obwohl die Entscheidung von Präsident Trump wahrscheinlich eine zunehmende Feindseligkeit gegenüber Israel und dem jüdischen Volk hervorrufen wird, glauben wir, dass dies eine richtige Entscheidung war. Es kann keinen Frieden geben, solange die Führer unserer Nationen sich weigern, die Wahrheit zu sagen und sich weiterhin vor denen verbeugen, die Hass predigen und die Legitimität des jüdischen Staates Israel leugnen und Israels Recht – genauso wie jede andere souveräne Nation dieses Recht  hat – seine Hauptstadt zu bestimmen.

Glashouwer: „Es ist unsere Aufgabe als Christen, die Zeichen der Zeit zu beobachten und zu verstehen; gemeinsam mit dem jüdischen Volk die Verheißungen aus Gottes Wort zu beanspruchen und energischer als jemals zuvor für den Frieden Jerusalems zu beten. Die vor uns liegenden Zeiten werden nicht einfach sein. Wir werden wahrscheinlich in eine Zeit der Unruhen und möglicher militärischer Konflikte eintreten. Das Friedensabkommen, das Präsident Trump dermaßen entschlossen erreichen möchte, wird wahrscheinlich keine Stabilität oder dauerhaften Frieden bringen. Ein großangelegter Konflikt im Nahen Osten wird die Sicherheit Europas bedrohen und alle Nationen betreffen.

Bleiben wir also auf den Herrn ausgerichtet, und lasst uns weiterhin beständig vor dem Thron des Allmächtigen für Sein auserwähltes Volk Fürbitte tun und für den Frieden Jerusalems beten, indem wir dabei mit zunehmender Sehnsucht auf Ihn blicken, was unsere Erlösung, Frieden und Sicherheit anbetrifft.“ 

Christians for Israel International ist eine internationale, überkonfessionelle Bewegung von Christen in über 45 Nationen, die daran glauben, dass Gott treu zu seinem Bund mit dem jüdischen Volk steht und es nach Hause bringt und für die Rückkehr des Messias vorbereitet.

Übersetzung aus dem englischen Original: Monika Harscher

Kontakt
Andrew Tucker
Executive Director Christians for Israel International
atucker@c4israel.org
+31 622401085

Hier geht es zur Stellungnahme der Initiative 27. Januar zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die US-Regierung

Hier geht es zur Stellungnahme der Initiative 27. Januar zu den antisemitischen Ausschreitungen in Berlin und München


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