Christen an der Seite Israels investiert sich auf vielfältige Art und Weise in das Leben tausender Holocaustüberlebenden in Israel.  Ein Schwerpunkt der Arbeit bilden die Gemeinschaftszeiten in den ,,Shalom-Häusern“.  Für die Holocaustüberlebenden sind diese Treffen immer eine besondere Zeit und vor allem auch ein wirksames Mittel gegen das Gefühl der Einsamkeit.

Unsere Mitarbeiterin C. Jud berichtet: Im Shalom-Haus Cäsarea kommen jeden Donnerstag 16 Holocaustüberlebende aus der Ukraine zusammen, um eine besondere Zeit miteinander zu verbringen. Von den Mitarbeitern werden leckere Speisen zubereitet. Die Tische sind festlich gedeckt und wir warten voller Vorfreude auf die Begegnungen. Die Gäste werden extra mit Kleinbussen von Zuhause abgeholt.  Bei ihrer Ankunft ist das Haus augenblicklich mit Reden und Lachen erfüllt. Meine Tischnachbarn erzählen mir viel aus ihrem Leben. Ich darf Familienbilder anschauen und Geschichten aus dem Leben ihrer Kinder hören. Sie sagen, dass sie sich sehr auf die gemeinsame Zeit und das leckere Essen gefreut haben. Sie sind so froh und dankbar, dass sie dabei sein dürfen. Nach dem Essen erzählen drei unserer Gäste aus ihrer Kindheit, aus der Zeit von Stalin und Hitler – das bewegt uns alle sehr und uns kommen die Tränen. Beim anschließenden gemeinsamen Singen ist wieder Leichtigkeit und Freude da.

,,Mich hat sehr beeindruckt, wieviel Freude und Geselligkeit erlebbar war. Wie offen die Menschen untereinander und zu uns Mitarbeitern waren. Wie nah Lebensschmerz und Lebensfreude beieinander sind und wie sie damit leben.“

Die Gäste werden mit einem Segensgebet nach Hause entlassen. Einsamkeit ist ein großes Thema in ihrem Leben. Durch die Essenseinladung kommt jede Woche ein Stück Wertschätzung und Annahme in ihr Leben.  Es war schön zu sehen, wie gut sich alle unterhalten und die freundliche Atmosphäre genossen haben.

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