Schnelle Gebetserhörung: Erster Regen folgt auf jüdische Bitten

Kaum haben Juden in ihrer jährlichen Liturgie das Gebet um Regen wieder aufgenommen, da kam auch schon die Antwort. In weiten Teilen Israels gab es am 7. Oktober 2015 erste Niederschläge.

Prompte Gebetserhörung: Kaum haben Juden in ihrer jährlichen Liturgie das Gebet um Regen wieder aufgenommen, da kam auch schon die Antwort. In weiten Teilen Israels gab es am 7. Oktober 2015 erste Niederschläge.

Im Sommer beten Juden regelmäßig um Tau. Dies ändert sich jeweils mit dem Laubhüttenfest Sukkot, das in Israel am 5. Oktober 2015 endete. Ab diesem Zeitpunkt bitten jüdische Gläubige Gott in ihrem täglichen Gebet wieder um Regen – bis zum Ende des Winterhalbjahres. In diesem Jahr hat die Bitte aus Sicht der Gläubigen eine schnelle Antwort von oben nach sich gezogen.

Die Niederschläge begannen am 7. Oktober 2015 gegen 2 Uhr Ortszeit. Im Norden, in der Küstenregion, im Raum Jerusalem und sogar im nördlichen Teil der Wüste Negev ging teilweise schwerer Regen nieder. In der Küstenstadt Aschdod wurden 40 Millimeter Regen gemessen, in Ra‘anana 25 Millimeter.

Stromausfall und gerissene Hochspannungsleitung

In einigen Städten verursachte der Regen Stromausfälle, unter anderem in Ra‘anana, Ramat Gan, Petach Tikva und mehreren Vierteln von Tel Aviv . Der stellvertretende Präsident der israelischen Stromgesellschaft, Oren Helman, erklärte dies so: „Vor einem Monat gab es einen großen Sandsturm, der Staub auf die elektrischen Leitungen gelegt hat. Heute Morgen ist durch das Aufeinandertreffen von Staub und dem ersten Regen Schlamm entstanden, der in das Stromsystem eindrang.“ Der Zeitplan für das Entfernen des Staubes habe diesmal nicht funktioniert.

Indes wurde ein etwa 22-jähriger Palästinenser am 7. Oktober offenbar durch einen Stromschlag schwer verletzt. Eine Hochspannungsleitung nördlich von Jerusalem war infolge des Wetters gerissen. Israelische Sanitäter bemühten sich, den Araber wiederzubeleben. Sie brachten ihn ins „Scha‘arei-Zedek-Krankenhaus“ nach Jerusalem. Dort wurde er ins Koma versetzt und künstlich beatmet, wie die Nachrichtenseite „Walla“ meldet. (Israelnetz)

Bild: Passanten mit Regenschirmen am Jaffa-Tor in Jerusalem am 7. Oktober 2015, als der erste Niederschlag der diesjährigen Herbst/Winter-Saison fiel. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

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