Immer wieder wird Israel vorgeworfen, ein Apartheid-Regime zu sein, ähnlich wie Südafrika im 20. Jahrhundert aufgrund der Trennung von weißer und farbiger Bevölkerung des Landes. Dieser Vorwurf ist vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes in Israel und der Palästinensischen Autonomie zurückgewiesen worden.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes ist seit 1948 in Israel präsent, hier bei einem Transport von palästinensischen Gefangenen, die aus einem israelischen Gefängnis freigelassen wurden. Foto: Abir Sultan/Flash90

Mit dem Begriff Apartheid wird die staatlich organisierte Rassentrennung in Südafrika im 20. Jahrhundert bezeichnet, die 1994 beendet wurde. Der Leiter der Delegation des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten, Jacques De Maio, hat dazu im April 2017 erklärt: „Es gibt in Israel kein System, das auf der Überlegenheit einer bestimmten Rasse basiert.“ Auch gebe es keine Aberkennung von den grundlegenden Menschenrechten, die mit sogenannter „rassischer Minderwertigkeit“ begründet würde. Ein militärischer Schießbefehl gegen Verdächtige existiere ebenfalls nicht. „Was es gibt, ist ein blutiger, nationaler Konflikt“, betonte De Maio.

Internationales Komitee des Roten Kreuzes: Seit 1948 in Israel

Mit einem jährlichen Budget von etwa zwei Milliarden US-Dollar und 16.000 Mitarbeitern ist das Internationale Komitee des Roten Kreuzes eine der größten humanitären Hilfsorganisationen der Welt. Etwa 85 Prozent dieses Budgets kommen aus verschiedenen Ländern, der Rest von internationalen Organisationen und privaten Spendern. Mehr als 12.000 Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind vor Ort in 80 verschiedenen Ländern tätig und erteilen lebenswichtige Hilfe an Millionen Menschen, die von bewaffneten Konflikten und Katastrophen betroffen sind. Teams des Roten Kreuzes stellen Nahrung, Kleidung und medizinische Hilfe zur Verfügung, unter Einsatz – und manchmal auf Kosten – ihres eigenen Lebens. Sie sind in Syrien, Somalia, Ukraine, Haiti und andere Kriegs-, Hunger und Konfliktgebieten.

Das Rote Kreuz ist seit 1948 in Israel tätig und hat seine Tätigkeit 1967 auf die umstrittenen Gebiete (Siedlungen) ausgeweitet. Dennoch: „Wir müssen der israelischen Öffentlichkeit immer noch erklären, wer wir sind, wonach wir hier suchen und was unsere Prinzipien sind“, so Jacques De Maio, Leiter der Delegation des Roten Kreuzes in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten.

 

 

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