Es soll das größte Sport-, Kultur- und Erholungszentrum seiner Art im Nahen Osten sein: Mit diesen Worten hat Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat am 8. September 2014 die „Pajis Arena“ eröffnet. Sie soll Austragungsort für Konzerte von Topstars und riesigen Sportereignissen werden.

Die am 8. September 2014 eingeweihte – nicht ganz fertig gestellte – „Pajis Arena“ im Süden Jerusalems präsentiert sich auf 47.000 Quadratmetern und mit 11.600 festen Sitzen, riesigen LED-Bildschirmen, einem Basketball-Feld, einem olympischen Schwimmbecken, einer Eislaufbahn, barrierefreien Zugängen und weiteren luxuriösen Einrichtungen wie VIP-Tribünen. Der neue Veranstaltungskomplex liegt ganz in der Nähe des Teddy-Stadions im Jerusalemer Ortsteil Malcha. Das Zentrum ist „der fortgeschrittenste Veranstaltungsort seiner Art im Nahen Osten und auf dem neuesten Stand der Technik“, sagte Bürgermeister Barkat laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Innerhalb von fünf Jahren wurde der Standort aufgebaut, Kostenpunkt umgerechnet rund 85 Millionen Euro. Die Arena ist ein Gemeinschaftsunternehmen der lokalen und nationalen Regierung und der nationalen Lotterie „Mifal HaPajis“, die umgerechnet rund 60 Millionen Euro der Ausgaben trägt.

Der Komplex greife die Entwicklungen im Süden der Stadt auf, meint Bürgermeister Barkat, wie etwa den Ausbau der Autobahn und des Schnellzugs nach Tel Aviv , der 2018 bereit zur Nutzung sein soll. Für besondere Ereignisse gebe es dann Zubringer sowie Zugang zu den Parkplätzen am Teddy-Stadion. Die „Pajis Arena“ hat selbst nur 1.500 Parkplätze, in der Nähe sind es zusätzlich 3.400 Parkplätze.

Konzerte für bis zu 15.000 Zuschauer

Der Komplex wird das neue zu Hause des Basketball-Teams „HaPoel Jerusalem“. „HaPoel“-Sprecher David Bassan sagte: „Ich hätte nie gedacht, dass wir 2014 hier spielen werden.“ Der Basketball-Platz soll mit Parkett ausgelegt werden und entspreche den Standards des Weltbasketballverbands. Für die Basketball-Spieler gibt es auch extra drei Meter hohe Duschen. Zion Turgeman, Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft, hat zudem Fußball-Träume: „Maccabi Tel Aviv hier zu haben, wäre eine tolle Sache.“

Bei Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen finden neben den 11.600 festen Plätzen weitere 3.500 Sitze auf der Spielfeldfläche Platz. Turgeman sagt: „Mit der Gründung der ‚Pajis Arena‘ ist es nun möglich, kulturelle Events mit bis zu 15.000 Teilnehmern, mit der Nutzung der Spielfläche, ohne zeitliche Einschränkungen abzuhalten.“ Bis jetzt habe Jerusalem überdachte Veranstaltungsorte gehabt, die nur wenige Tausend Personen fassen konnten. Veranstaltungen unter freiem Himmel mussten bis 23 Uhr beendet sein.

„Jerusalems neues zu Hause“

Die „Payis Arena“ ist Veranstaltungsort, bietet aber auch ein Hotel, Spa-Bereiche, Restaurants, ein Fitness-Center, ein Shoppingcenter, eine Bowlingbahn und luxuriöse Künstler-Garderoben. Turgeman gab an, dass die Inhaber demnächst den Auftritt eines großen Künstlers bekannt geben werden.

Eine der leitenden Ingenieure, Ira Davelman, verwies auf das steile anstatt breite Dach: „Das bedeutet, dass jeder einen guten Platz bekommen kann, weil kein Sitzplatz zu weit entfernt ist von der Aktion.“ Und weiter sagte sie laut „Times of Israel“: „Es ist riesig, aber gleichzeitig intim. Es ist Jerusalems neues zu Hause.“‘ (Isaelnetz)Von: ms

Bild: Blick ins neue “Arena“-Stadion in Jerusalem. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

 

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