Prosor beschuldigt Weltgemeinschaft der „Heuchelei“

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor (Foto), hat am 24. November 2014 europäische Länder für die Anerkennung „Palästinas“ als Staat scharf kritisiert. Bei der jährlichen UN-Versammlung zur Palästinafrage sprach er von einem „historischen Fehler“ Schwedens.

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor (Foto), hat am 24. November 2014 europäische Länder für die Anerkennung „Palästinas“ als Staat scharf kritisiert. Bei der jährlichen UN-Versammlung zur Palästinafrage sprach er von einem „historischen Fehler“ Schwedens.

Europäische Parlamente, die für eine Anerkennung Palästinas als Staat stimmten, „geben den Palästinensern genau das, was sie wollen – Staatlichkeit ohne Frieden“, zitiert das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ Prosor während des „Internationalen Tages der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“. Dieser ist Teil des 2014 ausgetragenen „Jahres der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“.

Prosor fügte bei seinem Appell über die Palästinenser hinzu: „Indem sie einen Staat auf dem Silbertablett serviert bekommen, belohnen Sie einseitige Handlungen und nehmen jeden Anreiz für die Palästinenser weg, zu verhandeln oder Kompromisse einzugehen oder auf Gewalt zu verzichten.“

„Ich beschuldige Sie der Heuchelei“

Der Botschafter sagte laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Zu den Nationen, die weiterhin Vorurteile über die Wahrheit siegen lassen, sage ich ‚J‘accuse‘.“ Damit zitierte der israelische Politiker den französischen Schriftsteller Émile Zola, der Ende des 19. Jahrhunderts in einem offenen Brief mit dem Titel „J‘accuse…!“ (Ich klage an) an den Präsidenten nach den wahren Hintergünden eines Polit-Skandals fragte. Prosor sagte dem Gremium, dem auch UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon beiwohnte: „Ich klage Sie der Heuchelei an. Ich klage Sie an, von Israel Zugeständnisse zu fordern, aber nichts von den Palästinensern.“

Ban prognostizierte während der Sitzung, dass immer mehr Länder „Palästina“ als Staat anerkennen werden: „Regierungen und Parlamente werden handeln. Das Momentum wird wachsen.“

Mitte Oktober hatte sich das britische Parlament mit einer überragenden Mehrheit in einer historischen, aber nicht bindenden Abstimmung für die Anerkennung Palästinas als Staat ausgesprochen. Die schwedische Regierung hatte „Palästina“ Ende Oktober offiziell als Staat anerkannt. Dies nannte Prosor einen „historischen Fehler“. Vor einer Woche erkannte das spanische Parlament den Staat „Palästina“ symbolisch an.

Vor zwei Jahren wurden die Palästinenser am 29. November 2012 zu Vertretern mit Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen aufgewertet. (Israelnetz)

 

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