Der langjährige treue Dienst in einem Kibbuz zahlt sich für einen Palästinenser im Gazastreifen aus: Angesichts der Stromkrise haben die Bewohner der israelischen Ortschaft eine Solarstromanlage für seine große Familie finanziert. Der ehemalige Angestellte des Kibbuz ist den Spendern dankbar – und hofft darauf, bald wieder eine Arbeitsgenehmigung für Israel zu erhalten.

Solaranlage in einem israelischen Kibbuz. Foto: ISRANET

„Heute bin ich wirklich völlig unabhängig vom Stromsystem der Stadt“, sagte der Palästinenser der israelischen Tageszeitung „Yedioth Aharonot“. „Ich habe den ganzen Tag Strom zu Hause, und das Wichtigste – in der Nacht. Mein Viertel ist abends völlig dunkel, und seit man die Anlage installiert hat, hat sich unser Leben verändert. Ich danke aus tiefstem Herzen den Kibbutzleuten, die ihr Geld gespendet haben. Sie sind gute Menschen, die ich schon seit Jahren kenne.“

Der Palästinenser aus dem Gazastreifen hatte jahrelang im grenznahen Kibbuz Mefalssim Wartungsarbeiten übernommen. Aufgrund der Machtübernahme der Hamas vor zehn Jahren ist dies allerdings nicht mehr möglich. Ein Kibbuznik sagte zu der Spendenaktion: „Bei allem, was Menschenleben betrifft, lassen wir die politische Diskussion beiseite.“ Der langjährige Mitarbeiter sei zu einem Freund geworden. Jeder Bewohner habe eine Summe nach seinem Vermögen für die Anlage beigetragen.

Indes ist der Palästinenser hoffnungsvoll: „Wir wollen Ruhe, die Enkel heranwachsen sehen, und dass es ihnen an nichts fehlt. Lange Zeit bin ich nicht zur Arbeit nach Israel gegangen, weil ich keine Genehmigung habe. Ich hoffe, dass ich bald eine Genehmigung bekommen werde. Das ist mein Lebensunterhalt.“

Video zeugt von Dankbarkeit

Den Spendern hat er ein Video geschickt. Darin zeigt der Palästinenser mit hebräischen Erklärungen, wie die Solaranlage installiert wurde und wie sie funktioniert. Als das Licht im Haus angeht, klatschen die Familienmitglieder und rufen, ebenfalls auf Hebräisch: „Danke, liebe Freunde. Danke dem Kibbuz Mefalssim!“ Die Zeitung „Yediot Aharonot“ hat das Video veröffentlicht. Zum Schutz der Familie wurden die Gesichter der Palästinenser unkenntlich gemacht. (Israelnetz)

 

 

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