Netanjahu übt scharfe Kritik an palästinensischem Fernsehen

Einer der Mörder von Itamar ist im palästinensischen Fernsehen öffentlich von Angehörigen gelobt worden. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu übte scharfe Kritik an der Ausstrahlung.

Einer der Mörder von Itamar ist im palästinensischen Fernsehen öffentlich von Angehörigen gelobt worden. Die Moderatorin schloss sich den wertschätzenden Äußerungen an. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu übte scharfe Kritik an der Ausstrahlung.

Im März vergangenen Jahres hatten zwei Palästinenser in der Siedlung fünf Mitglieder der israelischen Familie Vogel kaltblütig ermordet – darunter waren zwei Kinder und ein kleines Baby.
Die Sendung „Für Euch“ ist Palästinensern gewidmet, die in Israel inhaftiert sind. In einer Folge meldeten sich die Mutter und die Tante des verurteilten Mörders Hakim Awad zu Wort. Darauf weist die israelische Organisation „Palestinian Media Watch“ hin, die auch ein Video von der Sendung veröffentlicht hat.
Die Tante wollte ihren inhaftierten Verwandten Grüße zukommen lassen. Als es um den Mörder der Familie Vogel ging, sagte sie: „Ich möchte meinen Neffen grüßen, Hakim Awad, den Helden, die Legende.“ Die Moderatorin merkte daraufhin an. „Auch wir wünschen ihm das Beste.“
Die Mutter sagte in der Sendung, sie grüße „den teueren Hakim, meinen Augapfel“. Sie sei stolz darauf, dass er „die Tat von Itamar ausgeführt hat und zu einer fünffachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde“.

Netanjahu: Hetze nicht dulden

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu kritisierte die Ausstrahlung bei einem Treffen mit dem irischen Außenminister Eamon Gilmor am 29. Januar 2012: „Das palästinensische Fernsehen hat ein Programm gesendet, das die Mörder der Familie Vogel preist, die drei kleine Kinder und ihre Eltern ermordet haben“, sagte er laut der Zeitung „Yediot Aharonot“. „In einer offiziellen Sendung des palästinensischen Fernsehens wurden sie als Helden und Heilige dargestellt.“
Die guten Wünsche für den Mörder sieht er in einem direkten Kontext mit dem „Aufruf des Mufti, Juden zu ermorden“. Die indirekte Aufforderung des ranghöchsten muslimischen Geistlichen im Palästinensergebiet war Mitte Januar im Fernsehen ausgestrahlt worden – Anlass war eine Veranstaltung der Fatah.
„Wir fordern eine sofortige Verurteilung solcher Dinge“, fügte Netanjahu an. „Der einzige Weg, im Frieden fortzuschreiten, ist, indem man unsere Völker für den Frieden vorbereitet und nicht für grausamen Terror. Wir sind bereit, die Gespräche mit der Palästinensischen Autonomiebehörde fortzusetzen und hoffen, dass sie sich für eine Erneuerung der Gespräche entscheidet und sich vom Weg des Terrors und der Verherrlichung der Mörder entfernt.“ (Israelnetz)

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