Netanjahu: Abbas-Treffen in Paris ohne Konferenz möglich

Direkte Verhandlungen ja, Konferenz nein: Israel erteilt Frankreich für die am 21. Dezember 2016 geplante Friedenskonferenz eine Absage. Direkte Gespräche mit den Palästinensern seien hingegen möglich.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich am 7. Dezember 2016 zu einem direkten Friedenstreffen in Paris bereit erklärt. Voraussetzung dafür sei jedoch eine Absage der internationalen Konferenz, sagte er in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten François Hollande. Für ein Treffen mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas sei er hingegen offen.

Prime Minister Benjamin Netanyahu

Israels Premier Benjamin Netanjahu

Paris hatte mit dem 21. Dezember ein Datum für die Konferenz festgemacht. Ziel ist es, die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern wieder aufzunehmen. Israel befürwortet jedoch direkte Verhandlungen mit den Palästinensern. „Israel wird an keiner Konferenz teilnehmen, die nicht zum Frieden beiträgt“, teilte das Büro des Premierministers mit.
Palästinenser: Israel verweigert Frieden
Die Palästinenser begrüßen hingegen die Konferenz. In der Absage Netanjahus sehen sie einen Beleg, dass die Israelis es mit dem Frieden nicht ernst meinen. „Israel verweigert den Frieden und baut weiter illegale Siedlungen“, sagte Abbas -Sprecher Nabil Abu Rudeineh laut der Nachrichtenseite „i24 News“.
Bereits im Juni hatten sich Vertreter mehrerer Staaten und Staatenorganisationen in Paris getroffen, um die Konferenz vorzubereiten. Israelische und palästinensische Vertreter waren dazu nicht eingeladen. Aus Anlass dieses Treffens sprachen sich mehrere palästinensische Gruppen, darunter die Hamas, gegen Verhandlungen mit Israel aus. (Israelnetz/df)

 

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