Nach Atomdeal: Kanada will an Iran-Sanktionen festhalten

Kanada hält auch nach dem Iran-Deal an Sanktionen gegen die islamische Republik fest. Das Regime in Teheran warnt: Die Unterstützung für Israel werde Kanada in eine Isolation treiben.

Kanada hält auch nach dem Iran-Deal an Sanktionen gegen die islamische Republik fest. Das Regime in Teheran warnt: Die Unterstützung für Israel werde Kanada in eine internationale Isolation treiben.

Kanada hatte im Jahr 2012 seine diplomatischen Beziehungen zum Iran ausgesetzt. Das Regime in Teheran gehöre zu den schlimmsten Verletzern der Menschenrechte und unterstützte Terrorgruppen, hieß es zur Begründung. Auf den Abschluss des Atomdeals mit dem Iran am 14. Juli 2015 reagierte Kanada reserviert. Außenminister Rob Nicholson kündigte an, sein Land werde die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran vorerst aufrecht erhalten. Das Land bleibe eine Bedrohung für den internationalen Frieden, mit seiner Unterstützung des Terrors, seiner Missachtung der Menschenrechte und seiner wiederholten Forderung nach einer Auslöschung Israels, sagte Nicholson weiter.

Eine Sprecherin des iranischen Außenministeriums, Marsijeh Afkham, erklärte am 23. Juli 2015, der kanadischen Regierung fehle es in ihrer „andauernden radikalen Haltung“ im Umgang mit dem Iran an einer logischen Begründung. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“ unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur „Fars“.

Indem Kanadas konservative Regierung der „Haltung des zionistischen Regimes“ folge steuere sie auf eine „selbstauferlegte Isolation in der internationalen Gemeinschaft zu, selbst unter ihren alten Verbündeten“, sagte Afkham weiter. (Israelnetz)

Bild: Kanadas Außenminister Robert Nicholson (links) am 3. Juni 2015 mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Foto: Emil Salman/POOL/Flash90

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