Petition zur Bekämpfung

der Holocaust-Leugung

gestartet

 

Eine globale Petition zur Bekämpfung der Holocaust-Leugnung bei den Vereinten Nationen hat die Europäische Koalition für Israel (ECI) gestartet. Christen an der Seite Israels unterstützt diese Initiative und ruft dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und damit ein klares Signal gegen Holocaust-Leugnung zu setzen.

Die UN wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als ein Zeichen der Hoffnung für eine neue Welt ins Leben gerufen, in der die Grausamkeiten der Nazis niemals wiederholt werden könnten. Jedoch ist bis heute in Reden der weltweiten Organisation immer wieder Holocaust-Leugnung zu hören – von der UN-Konferenz gegen Rassismus bis hin zu Generalversammlungen in New York.
„Dies ist sehr tragisch und ein Angriff gegen jene, die ihre Angehörigen im Holocaust verloren haben, und gegen jene, die dem NS-Völkermord nur knapp entgangen sind und jetzt alt und schwach sind“, sagt ECI-Gründungsdirektor Tomas Sandell. „Wie können wir die Opfer des Holocaust ehren, wenn wir immer noch offene Leugnung und Verharmlosung des Holocaust zulassen“, fragt der ECI-Vorsitzende Harald Eckert und ergänzt: „Obwohl wir niemanden davon abhalten könne, Lügen zu verbreiten oder sogar Opfer zu beleidigen, können – und müssen – wir verhindern, dass dies innerhalb der UN geschieht.“

„Jene, die heute das größte Verbrechen gegen die Menschheit leugnen oder verharmlosen wollen, sind dieselben Leute, die das zu Ende bringen wollen, was Hitler begonnen hat“, sagt ECI-Vorstandsmitglied David Adeola. „Darum ist es so wichtig, dass alle Bürger guten Willens in allen UN-Mitgliedsstaaten die Petition unterzeichnen und damit ein klares Signal an die UN senden, welchen moralischen Standard sie von der Weltorganisation erwarten“, betont Adeola. Der gebürtige Nigerianer, der jetzt in England lebt, hofft, dass die Kampagne auch in Afrika und anderen Teilen der Welt, wo die Nazi-Grausamkeiten weniger bekannt sind, verbreitet wird.

Drei-Jahres-Kampagne

Obwohl UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon einige Aussagen gegen Holocaust-Leugnung gemacht hat, ist es nun an der Zeit, dies alles zu verbieten“, stimmen Sandell, Eckert und Adeola überein. Die Petition ist Teil einer Drei-Jahres-Kampagne mit dem Ziel, die tragischen Ereignisse bewusst zu machen, die in Europa vor nur 70 Jahren stattgefunden haben. Ein Meilenstein damals war die Wannsee-Konferenz im Januar 1942, bei der die Vernichtung des europäischen Judentums koordiniert und vorangetrieben wurde. Im Frühjahr 2012 hat der neue Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, ein Verbot der Holocaust-Leugnung auf EU-Ebene gestartet. Die ECI hofft, dass die Vereinten Nationen diesem Schritt nachfolgen.

Die Petition ist am 8. Mai 2012 offiziell im EU-Parlament in Brüssel gestartet worden. Den Vereinten Nationen soll sie zum nächsten internationalen Holocaust-Gedenktag im Januar 2013 vorgelegt werden.

Zur Petition hier

 

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