Gemeinde-Israel-Kongress fordert Stellungnahme der EKD

Gemeinde-Israel-Kongress fordert Stellungnahme der EKD

Beim 2. Gemeinde-Israel-Kongress, der vom 7. bis 9. November 2013 in Berlin stattfand, haben die über 1.000 Teilnehmer am Abschlusstag eine Erklärung verabschiedet. Darin fordern sie, dass sich die Evangelische Kirche in Deutschland anlässlich des 500. Reformations-Jubiläums öffentlichkeitswirksam von den judenfeindlichen Schriften Martin Luthers distanzieren sollte.
In der am 9. November 2013 verabschiedeten Erklärung heißt es weiter, es sei „unverständlich und unerhört“, dass messianische, also an Jesus gläubige, Juden nicht am Deutschen Evangelischen Kirchentag teilnehmen dürfen. „Wir bitten mit allem Nachdruck, fortan die uneingeschränkte Teilnahme und das Mitwirken messianischer Juden am Kirchentag und ähnlichen Veranstaltungen zu ermöglichen und zu fördern“, heißt es im Text der Erklärung.

Verantwortung der Christen: Zusammenwachsen von Israel und Deutschland

Harald Eckert, Vorstandsmitglied des Christlichen Forums für Israel und Vorsitzender von „Christen an der Seite Israels“, erklärte in seinem Abschlussvortrag am Samstagmittag, dass Deutschland an einem Scheideweg stehe: „Entweder werden die Kräfte des Antisemitismus, des Judenhasses und der Finsternis eine Wiederbelebung im modernen Gewand erfahren“, sagte er, „oder die Kräfte der Buße, der Herzens- und Gewissensänderung werden in einer kollektiven Größenordnung wirksam“. In einer umfassenden Bibelarbeit machte er deutlich, dass sich das Schicksal von Nationen daran entscheide, wie sie sich zum Staat und Volk Israel positionieren. Es sei die Aufgabe der Christen in der Bundesrepublik, aus Verantwortung vor Gott, Israel und Deutschland zu einer Einheit zusammenzuwachsen und Verantwortung dafür zu übernehmen, dass Deutschland nicht in die falsche Richtung kippe.
Am Morgen des 9. November stellte Jobst Bittner die Arbeit des Projekts „Die Decke des Schweigens“ vor. Es befasst sich mit der Aufarbeitung des Holocaust und organisiert Veranstaltungen des Gedenkens und der Buße, wie etwa die „Märsche des Lebens“ in unterschiedlichen deutschen Städten. Bittner wies darauf hin, dass in den Medien und in der Forschung in den letzten Jahren ein neues Bewusstsein für die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus entstanden sei: „70 Jahre nach der Kapitulation Deutschlands will Gott ein neues Segenskapitel aufschlagen“, sagte er. Er rief die Zuhörer dazu auf, den Mut zu finden, um auch in der eigenen Familie nach etwaiger Schuld aus der Vergangenheit zu forschen.

„Kirchen trauen sich nicht mehr, die Wahrheit anzusprechen“

Bereits am Abend des 8. November 2013 sprach Schwester Joela von der Evangelischen Marienschwesternschaft Darmstadt über antisemitische Tendenzen in den Evangelischen Landeskirchen. „1933 wurden jüdische Pfarrer aus der Kirche aussortiert und damit der Verfolgung preisgegeben“, erinnerte sie, „und heute schließt man messianische Juden vom Evangelischen Kirchentag aus“. Zugleich kritisierte Schwester Joela liberale Tendenzen in der Kirche, die sich beispielsweise in der „Orientierungshilfe“ der EKD äußerten oder in der Tendenz, zu brisanten Themen wie der Hölle zu schweigen: „Den kirchlichen Instanzen scheint die politische Gefahr klarer Aussagen mehr auszumachen, als die geistliche Gefahr, in der sich die suchenden Gläubigen befinden.“ Joela warnte die Kirche vor der „Ersatztheologie“, wonach Israel durch die Verwerfung Jesu als Messias seine Erwählung und heilsgeschichtliche Bedeutung verloren habe, und die christliche Gemeinde an Israels Stelle getreten sei. Dieser Trugschluss führe auf einen falschen Weg.

Das „Christliche Forum für Israel“ (CFFI) organisierte den Kongress. Zum CFFI gehören deutschlandweit etwa 40 Organisationen, Werke und Vereine. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Israel zu stärken, das biblische Israel-Verständnis in Kirchen und Gemeinden zu fördern sowie die deutsch-israelischen Beziehungen zu festigen und zu vertiefen. Die Veranstaltung vom 7. bis 9. November 2013 war eine Fortsetzung des 1. Kongresses dieser Art im November 2006. (CFFI)

 

2. KONGRESS Gemeinde und Israel

Berlin – 7.-9. November 2013

Unter der Überschrift „Aus der Kraft der Wurzel die Zukunft gestalten“ findet vom 7.-9.11.2013 in der „Gemeinde auf dem Weg“, Berlin der 2. „Gemeinde-Israel-Kongress“ statt. Veranstalter ist das „Christliche Forum für Israel“ (CFFI), ein Verbund von etwa 40 Organisationen, Werken und Vereinen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Israel zu stärken, das biblische Israel-Verständnis in Kirchen und Gemeinden zu fördern sowie die Deutsch-Israelischen Beziehungen zu festigen und zu vertiefen. Dieser 2. Kongress versteht sich als Fortsetzung des 1. Kongresses dieser Art vom November 2006 mit bis zu 2.000 Teilnehmern.
Die Hauptreferenten dieser Veranstaltung decken zu dem genannten Kongressthema sowie zu den genannten Anliegen des CFFI ein breites Spektrum an dynamischen Erfahrungen und tiefen Einblicken ab: Jobst Bittner von der TOS wird über die „Decke des Schweigens“ und den „Marsch des Lebens“ berichten. Jürgen Bühler von der vielfältigen Arbeit der „Internationalen Christlichen Botschaft“ in Jerusalem und den tiefen Eindruck, den wir als Christen in Israel hinterlassen. Als Ehrengast und Hauptreferent wird der in Deutschland hoch angesehene messianische Jude Benjamin Berger aus Jerusalem erwartet. Schwester Joela von den „Evangelischen Marienschwestern“ in Darmstadt sowie Wladimir Pikman, Gründer und Leiter des messianischen Werkes „Beit Sar Shalom“ in Berlin zählen unter anderem zum weiteren Referentenkreis.
Die Vorstandsmitglieder des CFFI werden per Vorträge und Moderation die Kongressthematik ihrerseits bereichern und vertiefen. Dazu sind über 20 Workshops und ein hochrangig besetztes Podiumsgespräch geplant.

Zur Homepage des 2. „Gemeinde-Israel-Kongress“ hier

Weitere Informationen: Harald Eckert – eckert@israelaktuell.de

Einladungs-Video zum Kongress mit Harald Eckert hier

Einladungs-Video zum Kongress mit Tobias Krämer hier

Einladungs-Video zum Kongress mit Gottfried Bühler hier

Einladungs-Video zum Kongress mit Karl-Heinz Geppert hier

Einladungs-Video zum Kongress mit Tobias Rink hier

Der 2. Gemeinde-Israel-Kongress: Für die Gemeinde! Für Deutschland! Für Israel! hier

Interviews mit den Vorstandsmitgliedern des CFFI zum Gemeinde-Israel-Kongress 2013 hier

Der im Februar 2013 neugewählte Vorstand des CFFI setzt sich zusammen aus: Harald Eckert (Christen an der Seite Israels; 1. Vorsitzender), Wilfried Gotter (Sächsische Israelfreunde; 2. Vorsitzender), Gottfried Bühler (Internationale Christliche Botschaft Jerusalem – Deutscher Zweig; Vorstandsmitglied), Karl-Heinz Geppert (Arbeitskreis Israel des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes; Vorstandsmitglied) und Pfarrer Tobias Rink (2. Pfarrer im Schniewindhaus, Schönebeck; Vorstandsmitglied).

Der 2. Gemeinde-Israel-Kongress für junge Leute hier

 

Gedenkveranstaltung „Zeugen der Zeitzeugen“

In unmittelbaren Anschluss an den „Gemeinde-Israel-Kongress“ lädt die „Initiative 27. Januar“ am Abend des 9. November 2013, 75 Jahre nach der Reichspogromnacht („Kristallnacht“), zu einer Gedenk- und Benefizveranstaltung in Berlin ein. Infos hier

3. Deutsche Israel-Kongress

Am 10. November 2013 schließt sich der 3. Deutsche Israel-Kongress mit etwa 200 Partnern und unterstützenden Organisationen an. Infos hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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