Israeli stellvertretender Vorsitzender der UN-Generalversammlung

 

Große Ehre für Israels UN-Botschafter Ron Prosor (Foto): Im September wird er einer der stellvertretenden Vorsitzenden der Generalversammlung. An der Wahl am 8. Juni 2012 beteiligten sich 193 Staaten. 

Große Ehre für Israels UN-Botschafter Ron Prosor: Im September wird er einer der stellvertretenden Vorsitzenden der Generalversammlung. An der Wahl am 8. Juni 2012 beteiligten sich 193 Staaten. Die einjährige Amtsperiode beginnt im September 2012.

„Die Wahl stellt eine große Errungenschaft für Israel bei der UNO und eine Anerkennung für unseren Beitrag dar“, sagte Prosor der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Wir sind mit voller Kraft aktiv, um Israel auf der UN-Landkarte als führenden und einflussreichen Staat darzustellen, einschließlich der Bestrebung, in Zukunft in den Sicherheitsrat gewählt zu werden.“

Der 53-Jährige ist der dritte Israeli nach Abba Eban und Dan Gillerman, der zum stellvertretenden Vorsitzenden der Generalversammlung gewählt wurde. Er wurde im vergangenen Jahr Botschafter bei den Vereinten Nationen. Davor war er Israels diplomatischer Vertreter in Großbritannien und Generaldirektor des Außenministeriums. Er wird in der UNO die westeuropäischen Staaten sowie Australien, Neuseeland und Kanada vertreten.

Neuer Vorsitzender der Generalversammlung wird der serbische Außenminister Vuk Jeremic. Er wird am 18. September den Kataren Nassir Nasser ablösen. Prosor ist einer von 21 Stellvertretern. (Israelnetz)

Prosor: Internationale Gemeinschaft muss handeln

Botschafter Ron Prosor hat zur Situation in Syrien Stellung genommen. In seiner Rede vor der Generalversammlung erklärte er unter anderem:
„Es ist egal, woher man kommt, welche Politik man predigt oder welchem Glauben man angehört, kein menschliches Wesen kann schweigen angesichts dessen, was in Syrien geschieht.
Die Menschen in Syrien sind nicht die Opfer einer Naturkatastrophe. Sie sind nicht die tragischen Opfer einer Hungersnot. Sie sind nicht die zufälligen Opfer eines Krieges. Sie sind die beabsichtigten Ziele eines brutalen Regimes, das jedes Verbrechen begehen wird und jede rote Linie überschreiten wird, um an der Macht zu bleiben. […]
Ich bitte die Versammlung heute, an jeden Mann, jede Frau, jedes Kind zu denken, das in den letzten 15 Monaten von der syrischen Regierung ermordet wurde. […] Mehr als 4.000 sind bereits ermordet worden, seitdem die Generalversammlung das Thema zum letzten Mal diskutiert hat. Wie viele Unschuldige müssen noch sterben, bevor die Welt etwas unternimmt? […]
Heute wende ich mich im Name des israelischen und des jüdischen Volkes direkt an das  syrische Volk: Wir hören eure Schreie. […] Wir reichen euch die Hand. […]
Assad ist nicht der einzige, der das Blut des syrischen Volkes an seinen Händen hat. Der Iran und die Hisbollah stehen hinter ihm und erklären ihm, wie er am effizientesten das syrische Volk abschlachten kann. […]
Die internationale Gemeinschaft darf nicht zulassen, dass [Assad, Ahmadinedschad und Nasrallah] weiterhin straflos agieren. […]
Bashar al-Assad hat keine moralische Autorität zu regieren. […] Das Schicksal [der syrischen Opfer] liegt in unseren Händen.“
(Außenministerium des Staates Israel, 11.06.12)

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