Israel zieht Bodentruppen ab – Waffenruhe in Kraft

Zwischen Israel und der Hamas hat am Morgen des 5. August 2014 eine dreitägige Waffenruhe begonnen. Unterdessen hat Israel seine Bodentruppen aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Mit der Zerstörung aller gefundenen Terror-Tunnel in dem Gebiet sei das Ziel erreicht worden, teilte die Armee mit.

Zwischen Israel und der Hamas hat am Morgen des 5. August 2014 eine dreitägige Waffenruhe begonnen. Unterdessen hat Israel seine Bodentruppen aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Mit der Zerstörung aller gefundenen Terror-Tunnel in dem Gebiet sei das Ziel erreicht worden, teilte die Armee mit.

Das Militär habe alle 32 entdeckten Tunnel zerstört und damit seine Mission erfüllt, teilte Armeesprecher Peter Lerner am Morgen des 5. August 2014 laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ mit. Israel ziehe daher seine gesamten Bodentruppen aus dem Palästinensergebiet zurück. Die Einheiten würden nahe der Grenze zum Gazastreifen auf israelischem Gebiet Stellung beziehen. Sollte die Existenz weiterer Tunnel bekannt werden, würde die Luftwaffe diese zerstören. Armeeangaben zufolge habe der Bau des weit verzweigten Tunnelnetzwerkes die Hamas etwa 100 Millionen Dollar gekostet.

Um 8 Uhr Ortszeit trat eine von Ägypten vermittelte 72-stündige Waffenruhe in Kraft. In den kommenden Tagen soll ein dauerhafter Waffenstillstand ausgehandelt werden. Israel kündigte an, es werde auf jeden Verstoß reagieren. In der Vergangenheit hatte die Hamas die ausgehandelten Feuerpausen immer wieder gebrochen. Aus Sorge vor einem massiven Raketenangriff vor Beginn der Waffenruhe sperrte die israelische Flughafenbehörde den Luftraum kurzfristig. 19 Flüge wurden verschoben.

Rakete trifft palästinensisches Haus

Wenige Minuten vor Beginn der Waffenruhe kam es tatsächlich zu dem befürchteten verstärkten Beschuss. Palästinenser feuerten eine Salve von Raketen auf Israel ab. Diese reichten bis nach Jerusalem, wo Raketenalarm ertönte. Die Sirenen heulten unter anderem auch in Aschdod, Aschkelon, Kirijat Malachi, Be‘er Scheva, Rehovot und Ma‘aleh Adumim. Mehrere Geschosse wurden vom Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ abgefangen. Teile einer der abgeschossenen Raketen landeten auf einer Hauptstraße in Jerusalem.

Ein Geschoss traf ein Haus in Beit Sahur, einem Vorort von Bethlehem im Westjordanland. An dem Gebäude entstand Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Unklar ist, wieso es keinen Luftalarm in der Gegend gab und die Rakete nicht von der „Eisenkuppel“ abgefangen wurde. Beit Sahur ist ein überwiegend christliches Dorf, in dem sich die berühmten Hirtenfelder befinden, die in der Weihnachtsgeschichte im Neuen Testament erwähnt werden.

Hamas verfügt noch über etwa 3.000 Raketen

Laut palästinensischen Angaben wurden während des Militäreinsatzes „Starker Fels“ etwa 1.900 Palästinenser getötet. Mehr als 80 Prozent von ihnen seien Zivilisten. Die Armee teilte hingegen mit, unter den Toten seien rund 900 Mitglieder der Hamas , des Islamischen Dschihads und anderer palästinensischer Terrorgruppen. Bei den Kämpfen fielen 64 Soldaten, drei Zivilisten starben auf israelischer Seite durch palästinensischen Raketenbeschuss. Die Luftwaffe hat seit dem 8. Juli etwa 4.800 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Insgesamt feuerten Palästinenser mehr als 3.300 Raketen auf Israel ab. Die Armee zerstörte während ihres Einsatzes in Gaza weitere 3.000 Geschosse. Laut Armee-Sprecher Lerner habe die Hamas jedoch noch etwa 3.000 Raketen in ihrem Besitz. (Israelnetz)

Israels Premier Benjamin Netanjahu am 4. August 2014 im Soroka Hospital in Beer Schewa am Krankenbett eines Soldaten, der bei der Militäroffensive “Protective Edge“ verletzt wurde. Foto: Haim Zach / GPO/FLASH90

 

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