Israel reagiert auf Beschuss aus Gaza

Palästinenser aus dem Gazastreifen haben in der Nacht zum 24. Juni 2013 mindestens sechs Raketen auf Israel abgefeuert. Die Armee griff daraufhin mehrere Ziele im Gazastreifen an.

Palästinenser aus dem Gazastreifen haben in der Nacht zum 24. Juni 2013 mindestens sechs Raketen auf Israel abgefeuert. Die Armee griff daraufhin mehrere Ziele im Gazastreifen an. Auf beiden Seiten gab es keine Verletzten. Unterdessen hat die Terrorgruppe Islamischer Dschihad ihre Beziehungen zur Hamas aufgrund eines tödlichen Zwischenfalls abgebrochen.

Vier Raketen schlugen in Südisrael ein, zwei wurden vom Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ abgefangen.

Nach dem Beschuss griff die israelische Luftwaffe zwei Waffenlager im zentralen Gazastreifen, eine Raketenabschussrampe und eine „Stätte für terroristische Aktivitäten“ im südlichen Teil des Küstengebiets an. Der israelische Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon ordnete zudem die Schließung der Übergänge Kerem-Schalom und Eres für den Güterverkehr an.

Zu den Angriffen aus dem Gazastreifen hat sich bislang keine Gruppe bekannt. Israel geht jedoch davon aus, dass die Terrorgruppe Islamischer Dschihad dafür verantwortlich ist. Das berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Seit Jahresbeginn haben Palästinenser etwa 20 Raketen auf Südisrael abgefeuert. Am vergangenen 19. Juni 2013 ertönte nach fast zwei Monaten Ruhe wieder das Raketenwarnsystem in im Süden des Landes. Die vom Gazastreifen abgefeuerten Raketen gingen jedoch noch auf palästinensischem Boden nieder. Die Hamas hat nach Angaben der Onlinezeitung „Times of Israel“  eine 600 Mann starke Sicherheitstruppe aufgestellt, die solche Raketenangriffe auf Israel verhindern soll.

Reibereien zwischen Islamischer Dschihad und Hamas

Unterdessen gab die Gruppe Islamischer Dschihad am 23. Juni 2013 bekannt, dass sie ihre Beziehungen zur Hamas vorübergehend abgebrochen habe. Sie macht die Hamas für den Tod ihres Mitglieds Raed Kassim Dschundejeih verantwortlich. Der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ zufolge wollten Polizisten am 22. Juni 2013 einem Mitglied der Familie Dschundejeih Vorladungen überbringen. Als die Sicherheitskräfte das Haus erreichten, hätten Familienmitglieder das Feuer eröffnet. Die Polizisten erwiderten die Schüsse, dabei wurde Raed Kassim Dschundejeih verwundet. Er verstarb am23. Juni 2013.

Dschundejeih wurde von den israelischen Behörden als Anführer einer Gruppe gesucht, die regelmäßig Raketen auf Israel abfeuert. Die Hamas habe Israel mit Dschundejeihs Tod einen „Gefallen“ getan, teilte der Islamische Dschihad mit. Die Spannungen zwischen beiden Gruppen verschärften sich, als während der Beisetzung Dschundejeihs ein weiteres Mitglied des Islamischen Dschihad von einem Hamasmitglied angefahren wurde.

Der Islamische Dschihad teilte später mit: „Obwohl wir diesen großartigen Märtyrer verloren haben, bleibt unsere einzige Option, dem gemeinsamen Feind, welcher der zionistische Feind ist, und den Mächten der Ungerechtigkeit, die ihn unterstützen, zu widerstehen.“ (Israelnetz)

 

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