Israel kämpft mit Frankreich gegen Terror

Israel steht im Kampf gegen den Terror Seite an Seite mit Frankreich. Das hat Premier Netanjahu nach den Anschlägen vom 13. November 2015 in Paris bekannt gegeben. Israelis bekunden ihre Solidarität mit den Opfern.

Israel steht im Kampf gegen den Terror Seite an Seite mit Frankreich. Das hat Premierminister Benjamin Netanjahu nach den Anschlägen vom 13. November 2015 in Paris bekannt gegeben. Israelis bekunden ihre Solidarität mit den Opfern.

Premier Netanjahu kondolierte am 14. November 2015 Frankreich und den Familien der Terror-Opfer. Er sagte zudem: „Israel steht Schulter an Schulter mit Paris im gemeinsamen Kampf gegen militanten islamistischen Terror.“ Er habe Israels Sicherheits- und Geheimdiensteinheiten instruiert, die französischen und europäischen Kollegen „auf jede mögliche Weise“ zu unterstützen. Er verurteilte den Terror, der „unsere Bevölkerung und Werte zerstören will“.

Auch Israels Präsident Reuven Rivlin bekräftigte einen „kompromisslosen Kampf gegen den Terror“. Terrorismus schlage wahllos zu und töte Unschuldige. „Die Bürger einer freien Welt stehen angesichts des Kampfes gegen diejenigen zusammen, die töten und verstümmeln wollen und dafür Gewalt und Zerstörung anwenden.“ Rivlin sagte, Israel bete für die rasche Genesung der Verletzten.

Solidaritäts-Demonstrationen in Tel Aviv

Am 14. November 2015 versammelten sich Tausende Menschen am Tel Aviver Rabinplatz, um ihre Solidarität zu bekunden, meldet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Der französische Botschafter Patrick Maisonnave dankte den Demonstranten für ihre Anwesenheit: „Es ist ein lebendiges Zeugnis dafür, dass Frankreich nicht allein ist in diesem Kampf.“

Der Botschafter sagte, sein Land stecke im Terrorismus, dessen „Grausamkeit keine Grenzen kennt“, weil sein Land den Terrorismus und die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpfe. Der israelische Innenminister Silvan Schalom erklärte während der Kundgebung, die Anschläge auf Paris „erinnern uns an das, was leider hier tagtäglich passiert“.

Vermutung: Musikgruppe war Anschlagsziel, weil sie gegen BDS war

Einer der Pariser Anschlagsorte war der Club „Bataclan“, in dem die amerikanische Rockband „Eagles of Death Metal“ ein Konzert spielte. Der Club hatte bis vor wenigen Monaten einen jüdischen Besitzer. Einmal im Jahr gab es dort eine Veranstaltung, auf der Spenden für die israelische Armee gesammelt wurden. 2008 erhielt „Bataclan“ in einem Video Anschlagsdrohungen, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Der Clip ist jetzt wieder im Internet aufgetaucht. Die Angreifer schossen in dem Club wild um sich und nahmen Geiseln, bevor sich einige selbst in die Luft sprengten. Nick Alexander, Crewmitglied der Eagles of Death Metal, fiel dem Anschlag zum Opfer.

Die Musikgruppe war im Juli in Israel aufgetreten. Im Rahmen der Konzertreise hatte sich die Band auch gegen die Bewegung Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) zur Wehr gesetzt. Der Sänger der Band, Jesse Hughes, rief während des damaligen Auftritts ins Publikum: „Nie würde ich einen Ort wie diesen boykottieren!“

Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg hält es laut dpa für möglich, dass die Terroristen aus diesem Grund das Pariser Konzert ausgesucht hatten. Konkrete Hinweise für diese Spekulationen gibt es jedoch nicht. (Israelnetz/ms)

Bild: Der französische Botschafter Patrick Maisonnave links neben dem ehemaligen israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres (mitte) bei einer Solidaritätsveranstaltung am 14. November 2015 in Tel Aviv zum Gedenken an die Opfer der Anschläge in Paris vom 13. November 2015. Foto: Miriam Alster/FLASH90

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