Israel ist 65: „Geschichte voller Erfolge”

Im Beisein prominenter Politiker und Künstler hat die israelische Botschaft in Berlin am 24. April 2013 den 65. Unabhängigkeitstag des Staates Israel gefeiert.

Im Beisein prominenter Politiker und Künstler hat die israelische Botschaft in Berlin am 24. April 2013 den 65. Unabhängigkeitstag des Staates Israel gefeiert. Bundesaußenminister Guido Westerwelle warnte bei der Feier vor israelischen Stereotypen und Klischees, Schauspielerin Veronica Ferres erinnerte an die jüdische Widerstandskämpferin Hannah Szenes.

Westerwelle lobte in seiner Festrede, wie sich Israel in 65 Jahren entwickelt habe. Aus einem Agrarstaat sei innerhalb weniger Jahrzehnte eine Technologie- und Kunstnation geworden. Deutschland und Israel verbinde heute mehr als das „dunkelste Kapitel unserer Geschichte”. Die Staaten pflegten eine „Freundschaft unter Wertepartnern”. Israel sei bis heute die einzige verlässliche Demokratie im Nahen Osten. Den Vorwurf, die Deutschen dürften aufgrund des Holocaust keine ehrliche Kritik an Israel äußern, geißelte Westerwelle als falsch. Wer einmal eine Debatte in der Knesset und die israelische Streitkultur miterlebt habe, müsse diese Ideen als „Klischees und Stereotypen” erkennen. „Manchmal vergessen wir, wie gut es uns geht”, sagte der Minister im Hinblick auf die anhaltenden Angriffe auf Israel. In dem Land von der Größe Hessens schlügen jährlich mehr als 1.000 Raketen ein. So bleibe es das Ziel der Bundesregierung, dass die Gespräche mit dem Ziel einer Zweistaatenlösung wieder aufgenommen würden. Nur so könne ein „gerechter Frieden” entstehen.
Der israelische Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsman, nannte die Historie Israels eine „Geschichte voller Erfolge” und lobte die „stabilen” Beziehungen zu Deutschland. Westerwelle sei ein verlässlicher Partner, der keinen Zweifel an der deutsch-israelischen Freundschaft aufkommen lasse.
Für einen künstlerischen Beitrag sorgte die Schauspielerin Veronica Ferres, die auch Botschafterin der israelischen Medizinzentren Hadassah ist. Sie ehrte die ungarische Widerstandskämpferin Hannah Szenes. Diese hatte im Zweiten Weltkrieg unter Einsatz ihres eigenen Lebens versucht, Juden vor der Deportation zu retten. Dazu sprang sie mit einem Fallschirm hinter der deutschen Front in Ungarn ab. Sie verbrachte drei Monate bei Partisanen, bevor sie 1944 verhaftet, gefoltert und getötet wurde. Ferres nannte Szenes „lautstark” und „heldenhaft” und trug deren Gedicht „Eli Eli” auf Deutsch und Hebräisch vor: „Mein Gott, mein Gott, dass diese nie enden: der Sand und das Meer, das Rauschen des Wassers, das Strahlen des Himmels, das menschliche Gebet.” (Israelnetz)

Bild: Botschafter Hadas-Handelsman (links) und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, während des großen Empfangs am 24. April 2013 in Berlin anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstages. Foto: Botschaft des Staates Israel in Berlin

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